Rezensionen |
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Interpret: TRIVIUM Titel: "Shogun" Genre: Metal / Thrash Laufzeit: 60 Min Veröffentlichung: 26.09.2008 |
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Florida? Metal unter Palmen? Im Moment kann es sich fast nur um die Jungs von TRIVIUM handeln, wenn diese Schlagworte fallen. Es wird dringend Zeit für ein neues Album, denn irgendwie hat das Quartett nach dem letzten Album etwas gut zu machen. Der Vorgänger "The Crusade", welcher im Jahr 2006 erschien, war zwar sehr erfolgreich gewesen, trug aber auch den bitteren Beigeschmack des Kopierens und des Imitierens. Durch die Bank weg wurde in den Fanreihen kritisiert, dass das Quartett sich zu arg an gewissen Stilikonen orientiert, eher schon imitiert habe. Nun gilt es also mit dem neuen Werk "Shogun" zu beweisen, dass die ungewollte Nachahmung großer "Metal-Meister" nur ein ungewollter Ausrutscher war.
"Shogun" kommt mit 11 Tracks daher.Bereits der Opener "Kirisute Gomen" welcher stellenweise beinharte Deathriffs inne hat, kündigt die vermisste Entschlossenheit an, alles niederzuwalzen, was sich dem Quartett in den Weg stellt. Der Song spiegelt genau den Titel des Songs wieder. Denn "Kirisute Gomen" ist ein Begriff für einen Ehrenmord, welcher in den frühen japanischen Dynastien oft begangen wurde.
Die Band schafft es auf "Shogun" Genialität mit Brutalität zu verbinden und zeigt, wie brachiales Songwriting auszusehen hat. Das Album lässt nun auch endlich alle negativen Stimmen verstummen, welche an der musikalischen Größe von TRIVIUM gezweifelt haben.
Weitere Höhepunkte auf "Shogun" sind "Throes Of Perdition", welcher mir mal richtig thrashig den Arsch versohl,t sowie das gut elfminütige "Shogun", welches progressiv noch einmal die unbegrenzten Möglichkeiten dieser Band wiederspiegelt.
Musikalisch stimmt hier alles auf dieser Scheibe. Die Drums schlagen einen blau und grün und die Gittarrenriffs könnten selbst einen tauben Menschen die Hörfähigkeit zurückbringen. Die Tieftonabteilung bringt den nötigen Schub in das Geschmetter und die cleanen Vocals sowie die Shouts von Matt sind noch besser geworden, als auf "The Crusade".
Leider hat unitedpixel nur die "Rough Mixes" in einem widerlichen weißen CD-Pappcover zur Rezension geschickt bekommen. Da das Soundmaterial bereits jetzt sehr fett klingt, dürfte die Endfassung ein musikalisches Meisterwerk darstellen. Ein weinendes Auge sagt mir aber, warum auch immer, dass es kein "Werk der Ewigkeit" wird. Aber aufgrund der "Mehrnutzung" der tiefen E-Saite sowie dem puren Gebolze, dürfte "Shogun" das beste Album sein, was TRIVIUM bisher veröffentlicht hat. Songwriting ist das A und O. Hier kann jeder bedenkenlos zugreifen, auch wenn er kein steinharter TRIVIUM-Fan ist. Bewertung: 9,0 von 10 Punkten (by: Manolito Röhr - 21.09.2008)
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