Rezensionen |
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Interpret: SOULFLY Titel: "Conquer" Genre: Thrash-/Speed-Metal Laufzeit: 57:22 Min Veröffentlichung: 25.07.2008 |
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Es ist soweit. Das von vielen lang ersehnte neue Klangmaterial der brasilianischen SOULFLY liegt auf dem Ladentisch. Wenn man sich die Bewertungen anderer Magazine und auch die Stimmen der Fans anschaut, sieht man einzig und allein Lobhudeleien. Ich kann bereits jetzt sagen, dass ich mehr von SOULFLY erwartet habe. Warum? Das lest Ihr jetzt! Es gab definitiv bessere Zeiten. Man bedenke, dass sich die Herren um Max Cavalera bereits im Jahre 1997 sammelten und man die Gruppe SOULFLY gründete. Man wisse, ein Jahr zuvor ist Max Cavalera aus der Erfolgscombo SEPULTURA ausgetreten. Wie man so schön sagt: „….wegen persönlichen Differenzen….“. Neue Alben bedeuteten stets eine bessere Scheibe, höhere Verkaufszahlen in den Charts und mehr Anerkennung für Max Cavalera, der von Beginn an eine ganz bestimmte Vision mit seinem Songwriting verfolgte. Eine gewisse Weltmusik, mit einer ganz gehörigen Portion Rock´n´Roll. Für seine Vision nimmt er jedoch stets immer wieder in Kauf, dass sich auch spontan das Line-Up innerhalb der Band ändern kann, fast so schnell wie die Freundinnen diverser Nationalspieler. Mit „Conquer“ kommt nun eine CD auf den Markt, welche 12 (14 Tracks auf der Special-Edition) Tracks bietet, mit einer sehr stattlichen Länge. Fast 60 Minuten lang wird diese Form von „Weltmusik“ von der Sohle geprügelt, ob es gefällt, ist eine andere Sache. Der einzige wirkliche Lichtblick auf dieser Scheibe ist „Warmageddon“. Hier stimmt einfach alles. Ein knalliger Bass, fette Drums, die Gitarrenriffs sprengen mich vom Sitz, wie auch natürlich die unverwechselbare Stimme von Max Cavalera. Da gibt es nun aber noch 11 weitere Tracks auf dieser Scheibe, die irgendwie besprochen werden sollten. Scheinbar ist es so, als seien Herrn Cavalera die Projekte nun doch zu viel geworden. Wenn man noch das jüngst veröffentlichte Werk der „Cavalera Conspiracy“ in den Ohren hat, fällt einem diese sagenhafte Einfallslosigkeit auf, mit denen die hochgelobten Cavalera-Brüder zu Werke gehen. Und dieses Gefühl lässt mich auch nicht in den 60 Minuten los, in denen ich das sechste Studiowerk von SOULFLY höre. Sicherlich gibt es hier und da einige Lichtblicke in den Songs, aber diese flammen nur kurz auf. Ansonsten klingt es wie 3-4 x im Proberaum gespielt:“…..hey klingt ja….kann man aufnehmen…“. Die ganze Atmosphäre, welche die bisherigen Alben ausmachte, fehlt auf „Conquer“ fast vollständig. Und genau diese ist unheimlich wichtig. Definitiv sind in den Songs gute Ideen vorhanden. Aber als Musiker kennt man es vielleicht sogar. Dieses ungute Gefühl beim Songwriting, irgendwas müsste noch verändert werden. Und als ob dieses Gefühl einfach ignoriert wurde, wurden einfach Songs recordert, die vielleicht noch nach einer gewissen Behandlung gerufen haben. Schlecht ist „Conquer“ auch nicht unbedingt. Man bekommt für sein Geld eine ordentliche Portion „hau-drauf-metal“ aber etwas Besonderes ist diese Scheibe absolut nicht. Aus dem Einheitsbrei der derzeitigen Veröffentlichungen sticht das Album leider nicht heraus und das enttäuscht mich als Fan der Truppe sehr. Als Fan sollte man sich die Scheibe zulegen und diese dann sehr objektiv betrachten. Für lediglich Freunde des Genre gilt die Empfehlung, besser die Hände davon lassen. Dafür gibt es derzeit zu viele Alternativen, die unbedingt lohnenswert sind. Aber ein großes Lob kommt trotzdem noch am Schluss. Das Artwork der Platte ist äußerst gelungen. Es vermittelt diese Art von Stimmung, die unerklärlich ist und die auch eigentlich „Conquer“ hätte ausmachen sollen. Bewertung: 7,5 von 10 Punkten (by: Manolito Röhr - 17.07.2008) |
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