Review

SYMPHONY X

Support: DREAMSCAPE + CIRCUS MAXIMUS

am 20.02.2008 - Frankfurt, Batschkapp

Nach einigen Konzerten als DREAM THEATER-Support sind SYMPHONY X nun als Headliner unterwegs. Dementsprechend steht den Proggies aus New Jersey jede Menge Spielzeit zur Verfügung. Was der Fan sicherlich zu würdigen weiß, denn die DREAM THEATER-Tour wurde hauptsächlich von Stücken des aktuellen Werkes „Paradise Lost“ dominiert. Da ist man auf die lange Playlist gespannt.

Zuvor werden jedoch DREAMSCAPE aus München und die Norweger CIRCUS MAXIMUS den Abend überpünktlich beginnen.

Als Support von SIEGES EVEN haben mir DREAMSCAPE eindeutig besser gefallen. Die Jungs waren hier wesentlich harmonischer und freier zu Gange. Auch weiß ich nicht, ob sich eine Band, die sehr nach SYMPHONY X klingt, heute als Eröffnungsakt einen großen Gefallen tut.

Auch CIRCUS MAXIMUS können nicht sonderlich überzeugen. Klar sind die Norweger technisch ausgezeichnet und können zwei hervorragende Outputs vorlegen, doch der Funke springt nicht so recht über. Vielleicht ist der Sound der Combo aus Oslo doch zu normal? Das hat man doch alles schon mal irgendwo gehört.

Auf SYMPHONY X haben die meisten der Anwesenden gewartet. Nach einer kurzen Umbauphase geht’s schon los. In chronologischer Reihenfolge gibt’s die ersten drei Stücke des aktuellen Longplayers „Paradise Lost“ auf die Ohren. Zweifelsohne sind hier begnadete Musiker am Werk. Es stimmt einfach alles: Sound und Umsetzung des doch schwierigen Materials. Wäre nicht da die angeschlagene Stimme von Russell Allen. Die Höhen und die Performance, die man von den Studiooutputs her kennt, erreicht der charismatische Frontmann kaum. Man könnte darüber spekulieren. Vielleicht eine Erkältung?

Die Playlist umfasst zur Hälfte „Paradise Lost“-Werke, die natürlich keineswegs schlecht sind, ganz im Gegenteil. Doch vergeblich erwartet man den einen oder anderen Klassiker der Band. Hits wie „The Accolade“ oder „The Divine Wings Of Tragedy“ (verdammt wäre das geil gewesen) werden gänzlich verschwiegen. Im Großen und Ganzen jedoch kann man dieses Konzert mit den zahlreichen energiegeladenen Knallern als durchaus gelungen bezeichnen. Die Stimmung im Publikum ist hervorragend und die virtuosen Musiker selbst sind äußerst sympathisch. Was will man noch mehr?

(Text by: Michael Kümmet / Photos by: Dietmar Schäfer - 25.02.20087)

Playlist SYMPHONY X:

  • "Set The World On Fire (The Lie Of Lies)"
  • "Domination"
  • "The Serpent's Kiss"
  • "Masquerade"
  • "Paradise Lost"
  • "The Walls Of Babylon"
  • " The Death Of Balance "
  • "Inferno (Unleash The Fire)"
  • "Smoke And Mirrors"
  • "Eve Of Seduction"
  • "Revelation (Divus Pennae Ex Tragoedia) "
  • " Evolution (The Grand Design) "
  • " Out of The Ashes "
  • " Sea of Lies "

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