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am 21.10.07 in Mannheim, SAP Arena |
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Kaum eine andere Band war im Progressive Bereich so wegweisend wie RUSH. Das kanadische Trio, welches schon seit über dreißig Jahren im gleichen Line-Up einen Hit nach dem Anderen produziert, hat sich niemals irgendwelchen Trends unterworfen. Dennoch konnte sich diese großartige Band im weltweiten harten Business erfolgreich behaupten und zahlreiche nationale, wie internationale Auszeichnungen einfahren. Auch zu ihren kommerziell erfolgreichsten Zeiten waren RUSH in Kontinentaleuropa weit weniger bekannt als in Nordamerika und Großbritannien. Konzerte auf dem europäischen Kontinent haben daher Seltenheitswert. Umso mehr freut sich der Fan über die spärlichen Deutschlandtermine. Das Potential der SAP-Arena, welche für fünfzehntausend Besucher Platz bietet, ist zu dreiviertel ausgereizt. Lediglich die schlechten Sitzplätze sind noch haben. Über der Bühne thronen jede Menge Scheinwerfer und Lasereffekte. Drei große Leinwände im Hintergrund gewähren Einblicke, die sonst nicht möglich wären. Hier werden die Keyboards oder Schlagwerke aus für den Konzertgast eigentlich nicht ersichtlichen Perspektiven dargestellt. Auch kann man auf den hinteren Plätzen die Musiker ganz aus der Nähe bestaunen. Oder es werden optische Untermalungen zu den jeweiligen Songthemen gezeigt. „Are You Ready For Geddy“? Bis man mit dem komplizierten Instrumental „The Main Monkey Business“ das erste Stück der aktuellen Scheibe am heutigen Abend präsentiert, kommen außer den Superhits „Mission“ oder Freewill“ mit „Digital Man“ oder „Entre Nous“ auch selten live dargebotene Werke zum Zuge. Immer wieder werden Filme, die thematisch zum Titel passen, auf der Leinwand eingespielt. Während den etwas poppigeren Songs aus den Achtzigern kommt die dementsprechende Lasershow, wie sie damals in ähnlicher Form schon live eingesetzt wurde, zum Einsatz. So wird die knapp drei Stunden dauernde Performance immer wieder optisch attraktiv aufgelockert. Das aktuelle Instrumental „Malignant Narcissism” leitet nun das berühmte Drumsolo von Meisterschlagzeuger Neil Peart ein! Und wer RUSH zuvor live gesehen hat, der weiß, dass dieses einfallsreiche Solo technisch auf höchstem Niveau, wie auch äußerst unterhaltsam ist! Auf der Leinwand kann man sehen, wie Peart seine Felle malträtiert. Vor allem die Snare kommt nicht ungenutzt davon! Auch werden jede Menge Melodien auf dem Elektrokit dargeboten bis zu einem Jazzstück vom Band die Takte zum Besten gegeben werden. Fazit: RUSH bieten für mindestens fünfzig Euro (Sitzplätze kosten entsprechend der Lage bis zu dreißig Euro mehr) tatsächlich eine preisgerechte Show mit einer phänomenalen Songauswahl. Vor allem die vielen Licht- und Lasereffekte, Pyros und Videoeinspielungen sind in Anschaffung und Unterhalt auch nicht billig. Jedoch kann ich nicht verstehen, weshalb das hier angebotene Merchandise auf der offiziellen RUSH-Homepage für fast die Hälfte des Preises erhältlich ist. Eine Bestellung in Kanada lohnt hier auf jeden Fall. Oder möchte jemand stolze dreißig Euronen für ein Shirt, welches man online für fünfzehn Dollar bekommt, ausgeben? Wobei dieses Shirt für einen Dreißiger noch das günstigste im Konzert-Angebot ist. Nach oben ist die Skala weitgehend offen! Playlist: Limelight (Text by: Michael Kümmet - 01.11.2007, Photos by: Dietmar Schäfer - unitedmoments) |
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