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ANATHEMA am 04.12.07 in Köln, Palladium |
Schon vor zweieinhalb Jahren waren PORCUPINE TREE zusammen mit ANATHEMA unterwegs. Auch während der aktuellen Tour wird es einen Zwischenstop in Köln geben. Damals war das übersichtliche Bürgerhaus Stollwerck restlos ausverkauft, so gastiert man diesmal im geräumigen Palladium, welches über Viertausend Besuchern Platz bieten soll. Seit dem letzten Album „Deadwing“ haben sich die Jungs um Steven Wilson eine erstaunliche Fanschar erspielt, wurde die Band zuvor doch nur als Geheimtip in Szenekreisen gehandelt. Wie auch schon auf während der letzten gemeinsamen Tournee, eröffnen die Ex-Deathdoomer ANATHEMA den Abend. Mittlerweile hat sich die Formierung geändert. Nun handelt es sich fast um ein Familienunternehmen, das ein wenig an die KELLYS erinnert. Die Cavanagh-Brüder an den Saiteninstrumenten sind wie zu Demozeiten wieder zu dritt. Drummer John Dougles involvierte seine Schwester Lee, die bei den späten Werken mit Vincent die Vocals teilt. Einzig alleine Keyboarder Les Smith, der einst von CRADLE OF FILTH überwechselte, kommt ohne Verwandtschaft in der Band aus. Die vier Musiker, die auf der Tournee von dem begnadeten Gitarristen und Vokalist John Wesley, der sich gelegentlich auch mal hinter das Mikro begibt, unterstützt werden, können wie allseits bekannt an ihren Instrumenten überzeugen. Als überzeugter Metalfan, kann ich persönlich wenig mit Synthiklängen anfangen - das geht auch alles mit der Gitarre! Doch die Arbeit von Richard Barbieri, dem Tastenmagier von PORCUPINE TREE, hat’s mit besonders angetan. Auch die Fretlesseskapaden von Colin Edwin sind unglaublich ergiebig und essentiell. Und was soll ich sagen? Zu Drummer Gavin Harrison und Mastermind Steven Wilson fehlen mir einfach die Worte. Gute zwei Stunden dauert die abgefahrene Show, bis die beiden Zugaben „Trains“ und „Halo“, den Abend beenden. Persönlich hätte ich mir noch ein paar abgespacte frühere Songs gewünscht, doch wie allseits bekannt schaut Steven Wilson stets nach vorne. Fazit: Geiles Konzert – doch die Stimmung während den kleinen Clubgigs, welche noch vor einigen Jahren stattfanden, war einfach atmosphärischer, als in kalten, teilweise schon steril anmutenden großen Veranstaltungshallen. (by: Michael Kümmet - 16.12.2007) |
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