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mit SODOM, PAGAN RITES und STEELPREACHER am 27.10.2007 - Koblenz, MS Drachenfels
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| Die METAL CRUISE geht nun in die zweite Runde. Schon im Frühling dieses Jahres konnte man während einer Schiffsfahrt auf dem Rhein hochkarätige Bands, wie die Iren PRIMORDIAL oder die beiden erstklassigen Localacts DESASTER und METAL INQUISITOR bewundern. Allerdings war der Genuss durch den miesen Sound und der schlechten Sicht etwas getrübt. Kein Wunder, denn das Deck auf der MS Rheingold ist nicht besonders hoch, so kann die Bühne gerade mal zehn Zentimeter über dem eigentlichen Floor thronen. Wer da nicht in der ersten Reihe steht, dessen Aussicht beschränkt sich lediglich auf die Matte des Vordermannes. Jedoch war die Party auf dem Schiff allererste Sahne, so ist man sehr auf die zweite Etappe gespannt. Diesmal trifft man sich, nach dem ausgiebigem Warm-Up in der örtliche Szenekneipe „Zum Florinsmarkt“, wo auch Headliner SODOM zur Autogrammstunde anzutreffen sind, auf der MS Drachenfels. Also auf einem anderen Dampfer. Die Erwartungen, dass diesmal das Stagedeck höher als zwei Meter misst, erweisen sich als Trugschluss. So ist die Sicht auch bei der zweiten METAL CRUISE nicht gerade frei und der Klang kann nicht mit jenem einer guten Konzerthalle konkurrieren. Man befindet sich eben auf einem Schiff, dessen Aufbau eigentlich nicht für ein Rockkonzert gedacht ist. Für das leibliche Wohl ist jedoch bestens gesorgt, also feiert man dennoch eine geile Metalparty! Die erste Formation des Abends sind STEELPREACHER aus dem schönen Westerwald. Lyrisch geht’s um Metal, Bier und um das Trinken selbiges. Allerdings lässt die Ausführung zu wünschen übrig. Schlagzeuger Hendrik sollte noch ein oder zwei Jahre mit Metronom(!) üben, um den Gig weniger holprig und dilettantisch darzubieten. Die Zweiten im unheiligen Bunde sind PAGAN RITES. Die Schweden sind schon seit fünfzehn Jahre im Untergrund aktiv, doch den Wenigsten hier ein Begriff. So wird die Möglichkeit einen positiven und bleibenden Eindruck zu hinterlassen durchaus genutzt. Die Jungs haben sich nordischen und heidnischen Der Höhepunkt des Abend sind zweifelsohne SODOM. Zwar teilen sich die Ruhrpötter nicht mit sämtlichen Ex-Muckern die Bühne, doch hat man zum Fünfundzwanzigsten den einen oder anderen Klassiker im Handgepäck. Laut Frontmann Tom Angelripper gibt es heute Abend keine Setlist, sondern man spiele nur auf Zuruf. Vor allem frühe und noch frühere Stücke werden nun zum Besten gegeben: „Bombenhagel“, „Wachturm“, „Die Stumme Ursel“, „Agent Orange“, „Blasphemer“, „Ausgebombt“, „Christ Passion“, „The Saw Is The Law“, „Blood On Your Lips“ oder „Napalm In The Morning“ hagelt es aus den Boxen. Aber auch zur Hitsingle „Aber Bitte Mit Sahne“, „Obsessed By Cruelty“ als Live-Premiere oder zu dem ONKEL TOM-Gassenhauer „Es Gibt Kein Bier Auf Hawaii“ kann der Metalhead die Matte schwingen. Also im Großen und Ganzen ein verdammt geiler Gig was das Trio aus Gelsenkirchen hier abliefert. Wäre nur nicht die Location ein wenig ungeeignet für ein Konzert. Steht man nicht in den ersten drei Reihen, so bekommt man vom Konzert rein optisch mal überhaupt Nichts mit. Wie schon beim METAL CRUISE I steht auch heute die Party im Vordergrund. Da sieht man gerne über manche schiffsbedingten Umstände hinweg. Auch das Leck eines Tankes, welches die Verbindungstreppe zwischen zwei Decks flutet und für so manchen Ausrutscher sorgt, lässt keine schlechte Stimmung aufkommen. So trifft man sich noch nach dem Konzert im „Florinsmarkt“ um den gelungen Abend gebürtig ausklingen zu lassen. Das nächstjährige Billing für die Metal Cruise III steht auch schon fest. Die niederländischen Deathurgesteine ASPHYX, die Schweinfurter Thrasher VENDETTA und die Deathgore-Kapelle TORMENT OF SOULS aus der Eifel werden sich auf der MS Rheingold die Ehre geben! (Text by: Michael Kümmet, Photos by Michael Truskawa - 13.11.2007) |
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