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am 03.07.2008 in Aschaffenburg, Colos-Saal |
Die durchgeknallten Schweden MESHUGGAH haben seit ihrer Bandgründung vor gut zwanzig Jahren ihren ganz eigenen Stil kreiert. Mit neuem Album „ObZen“ im Gepäck gilt es den individuellen Sound auf Tournee zu präsentieren. Zwischenstopp macht man hier im Aschaffenburger Colos-Saal. Noch vor einigen Jahren wäre es unvorstellbar gewesen, dass eine Thrash- oder Deathmetal-Formation hier Halt macht, doch nun ist auch der angesagte Liveclub in Nordbayern für die härteren Klänge offen. Diese Veränderung wird sicherlich viele Fans aus dieser Region erfreuen, denn nach der bedauerlichen Schließung der Hafenbahn, gibt es im Rhein-Main-Gebiet kaum noch „kleinere“ Läden für diese Art von Musik. In weiser Voraussicht werden die Getränke in Plastikbechern, anstelle von zerbrechlichen Gläsern, ausgeschenkt. Auch ist die Garderobe geschlossen, was wohlmöglich am heißen Sommerwetter liegt, so hat man stattdessen die Klimaanlage und Ventilatoren auf vollen Touren laufen. Eine gelegentliche kühle Brise kommt bei dieser Hitze schon gut an. Ein im Verhältnis sehr junges Publikum begehrt heute das Colos-Saal. Erwartet man nun, wie man es logischerweise glauben sollte, viele Leute in Progmetal-Shirts, so täuscht man sich gewaltig. Überwiegend hat sich die Metalcore-Fraktion eingefunden. Ein entspanntes Konzert kann man in diesem Umfeld wohl kaum erleben, denn es wird Pogo getanzt, was den Musikliebhaber, der wegen gleicher hier ist, sehr nerven kann. Bevor MESHUGGAH ihren Gig starten, entern die Dänen LAST MILE die Stage. Hier handelt es sich um die neue Band von Ex-HATESPHERE Sänger Jacob Bredahl, der während des Konzertes die Bühne nervös auf und ab läuft oder auch hüpft, kaum Variationen im ohnehin schon schlechten Gesang bietet. Doch die Vocals orientieren sich hervorragend an dem faden eintönigen musikalischen Mix aus Punkrock und Hardcore. Nur selten hat man eine ähnlich miese Vorband gesehen! Insbesondere die Ansage des Gitarristen „Are there any Progrock here? Fuck Progrock – Hardcore rules!“ lässt auf einen schlechten Charakter und ebensolchen Musikgeschmack schließen. (Text + Photo by: Michael Kümmet - 05.07.2008)
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