Alle Jahre wieder ist es soweit und die Mannen um Steve Harris beehren uns mit einem Besuch in Deutschland. 2003 haben sie mit Funeral for a Friend als Vorband ziemlich ins Klo gegriffen und auch dieses Mal war es nicht viel besser. Die momentan vielgelobten Trivium besetzen auf dieser Tour den Eröffnungsslot. Warum der Hype um diese Band so groß ist, kann ich allerdings nicht verstehen … Null Eigenständigkeit und nur weil der Sänger wie eine Caritas-Ausgabe von James Hetfield klingt, muss man Trivium nicht über den grünen Klee loben. Das sieht auch fast das gesamte Publikum der nahezu ausverkauften Westfallenhalle so und beehrt die Band mit Höflichkeitsapplaus aus den vordersten Reihen. Nun aber zur Hauptattraktion des Abends. Im Vorfeld hatte man bereits gehört, das Maiden das komplette neue Album in chronologischer Abfolge spielen würden. Dem war auch an diesem Abend so. Die 10 Titel wurden untermalt von der Bühnendekoration, die im Stile des CD-Covers kriegerisch gestaltet war. Nick McBrain saß mit seinem Schlagzeug in einer Art Schützengraben, Eddie wurde in einem gigantischen Panzer auf die Bühne gehievt, fürs Auge wurde also allerlei geboten. Die Band wurde trotz Soundproblemen und Gesangsausetzern abgefeiert. Allerdings wurde mit dem Start des Zugabenteils schnell klar, warum die meisten Leute heute hier waren … richtig, Klassiker wurden erwartet und auch gespielt. Mit „Fear of the Dark“ brach dann erst richtig der Jubel aus. Spätestens jetzt wurde klar, dass das Experiment mit dem kompletten neuen Album nicht so der Bringer war. Eddie durfte auch nochmal als Soldat auf die Bühne und so war ich nach dem finalen „Hallowed be thy Name“ wieder versöhnt. Als Schmankerl teilt uns dann Herr Dickinson mit, dass Maiden doch schon 2007 nochmal nach Deutschland kommen werden, wahrscheinlich wieder auf einem der größeren Festivals. Gerne, aber dann wieder die Klassiker im Gepäck haben, Mr.Harris! Der obligatorische T-Shirt-Kauf nach dem Gig fällt aber aus, da die Herren von der Insel 35 Euronen für ein Kleidungsstück veranschlagen … Gehts noch??? Fazit:Schlecht war´s nicht, allerdings habe ich die Briten auch schon spielfreudiger erlebt. Ob die Band einem 60 Euro Eintritt wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, ich für meinen Teil muss sagen, nur wenn die Setlist wieder besser ist, sonst wird daheim DVD geguckt … Setlist: (by: Thorsten Steinebach - 13.12.06) |
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