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SOILWORK DARK TRANQUILITY CALIBAN am 26.10.2007 im Grünspan Hamburg |
| Das Grünspan lud zur Metalparty! Bereits zu früher Stunde tummelten sich etliche Fans vor den Toren des Hamburger Musiktempels. Kein Wunder bei der großen Nachfrage! Schließlich hatte das seit Wochen ausverkaufte Konzert von der Großen Freiheit ein paar Hausnummern weiter ins Grünspan verlegt werden müssen. Die Bühne jedenfalls war fest in schwedischer Hand. Mit SONIC SYNDICATE, SOILWORK und DARK TRANQUILTY waren gleich 3 Bands aus dem hohen Norden vertreten. Einzig die Herren von CALIBAN tanzten da etwas aus der Reihe. Den Anfang machte das noch junge Sextett SONIC SYNDICATE aus Falkenberg. Als Gewinner eines Newcomer-Wettbewerbs kam die Band jüngst bei Nuclear Blast unter und treibt seitdem mit erfrischendeM Metalcore ihr Unwesen in der internationalen Metalszene. Mit ihrem Ohrwurm „Aftermath“ des aktuellen Albums „Only Inhuman“ stürmten die Skandinavier die Bühne und brachten die Halle ordentlich in Fahrt. Insbesondere die beiden Sänger Richard Sjunesson und Roland Johansson agierten als perfekt eingespieltes Team und verzückten die Fans mit kraftvollen Screams und gefühlvollen Cleanvocals. Aber auch die unverschämt gutaussehende Bassistin Karin Axelsson beherrschte sowohl ihr Instrument als auch Stage Performance. Mit „Enclave“ ließ man es dann etwas ruhiger angehen und nach 40 Minuten verschwanden die sechs Schweden in Richtung Feierabendbier. Ihre weitaus bekannteren Landsleute von SOILWORK ließen nicht lange auf sich warten. Mit dem Opener „Natural Born Chaos“ bestiegen Björn Strid und seine Kollegen die Bretter des Grünspan. Es folgten einige Tracks vom neuen Album „Sworn To A Great Divide“. Das Publikum hatte die Texte solcher Songs wie „Exile“ offensichtlich fleißig auswendig gelernt, und grölte aus voller Kehle mit. Gegen Ende wandte man sich älteren Nummern zu, die zu ausschweifendem Moshen einluden und beendete das Set schließlich mit „Nerve“ vom Album „Stabbing The Drama“. Lautstark forderten die Fans eine Zugabe, doch leider ließen sich SOILWORK dazu nicht überreden. Nach langer Umbaupause fiel dann der Vorhang für ein Urgestein des Melodic Death Metal: DARK TRANQUILITY aus Göteborg. Der Sechser um Frontmann Mikael Stanne gab gleich zu Beginn mit „Terminus“ einen Kracher vom aktuellen Album „Fiction“ zum Besten. Sänger Stanne schien etwas überrascht über das mittlerweile sauna-ähnliche Klima: „Wenn ihr wüsstet, wie heiß es hier auf der Bühne ist…“ Egal, weiter geschwitzt und Gas gegeben! Für die Band war es der letzte Gig der laufenden Tour. Ausgepowert schienen sie nicht, sondern liefen beim brandneuen Track „The Lesser Faith“ und „The Treason Wall“ zur Höchstform auf, ehe die Band sich mit „Misery’s Crown“ vom Publikum verabschiedete. Zeit für den vierten und letzten Akt des Dramas. Caliban, Deutschlands Metalcore-Helden Nr. 1 beendeten die schwedische Vorherrschaft. Die überwiegend weißen Outfits standen den Jungs auffallend gut, mal was anderes als die typisch schwarze Kluft. Die Wände bebten, Shouter Andy Dörner klang noch kraftvoller und dämonischer als auf den Studioaufnahmen. Schade nur, dass Dennis bei seinen cleanen Vocals häufig wackelte und von der Lautstärke her etwas unterging. Schon beim dritten Song „I’ve Sold Myself“ kam die Wall Of Death zum Einsatz, oder wie Andy es interpretierte: „Spartianer gegen Perser!“ Zahlreiche blaue Flecken später gab’s „I Will Never Let You Down“ vom aktuellen Silberling „The Awakening“ auf die Glocke. Doch auch ältere Nummern wie „The Beloved And The Hatred“ oder „Stigmata“ wurden gezockt. Die Fans in den vorderen Reihen moshten bis zur Erschöpfung, und waren sichtlich erleichtert, als die Band Wasserflaschen verteilte. Die musikalische Erfrischung folgte sofort mit dem hitverdächtigen „Life Is Too Short“. Hier bewies Drummer Patrick Grün seine ganze Klasse und ballerte die Double-Bass-Attacken mit erschreckender Präzision. Zum Schluss wählten die Ruhrpottmetaller mit „Goodbye“ dann einen wahrlich passenden Song, mussten aber für eine Zugabe zurückkehren. Das Publikum hatte die Wahl: „It’s Our Burden To Bleed“ oder „My Time Has Come“. Die begeisterte Menge entschied sich für ersteren Klassiker und verwandelte das Grünspan ein letztes Mal in einen Hexenkessel. Metal pur, was für ein Abend (by: Timo Kinzel - 29.10.07) |
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