Review

"ARENA

am 10.04.2008 - Aschaffenburg, Colos-Saal

 

Mitten unter der Woche und ohne Support-Act sind die Briten ARENA heute im nordbayrischen Colos-Saal zu erleben! Auch ist kein aktuelles Album zu promoten. Da ist man ganz besonders auf die Playlist und die Performance der Band um Ex-MARILLION-Drummer Mick Pointer und Keyboarder Clive Nolan (PENDRAGON, SHADOWLAND) gespannt.

Doch bevor es losgeht, gibt es auf der Leinwand sich über das kommende Colos-Saal-Programm zu informieren. Ok, hier ist kaum etwas für den ambitionierten Proghead dabei, doch dennoch interessant anzuschauen.

Nachdem die Leinwand den Blick zur Bühne freigibt, startet man kurz später einleitend mit „Welcome The The Cage“. Hauptblickfang ist Sänger Rob Sowden, der zwar erst 2000 zu ARENA stieß, doch in Ausstrahlung und theaterischer Umsetzung des Materials bislang der charismatischste Frontmann der Combo und somit nicht mehr aus dem Line-Up wegzudenken.

Doch auch die anderen Musiker, insbesondere Gitarrist John Mitchell, der mit unglaublich gefühlvollen Soli brilliert, sind einen Blick und selbstverständlich ein Ohr wert. Die Leichtigkeit mit der Bassman Ian Salmon die tiefen Saiten zupft oder das Tastenspiel Clive Nolan’s können auf jeder Ebene überzeugen. Klar ist auch der große Mick Pointer seiner Sache erhaben!

Präsentiert werden viele frühe Stücke und auch einige spätere Werke, wobei die beiden (meiner Meinung nach besten) Alben „The Visitor“ und „Immortal?“ grundsätzlich dominieren. Selbst das heißerwartete knapp zwanzigminütige „Moviedrome“ wird bei Ende des Gigs dargeboten. Da bleibt wirklich kein Auge trocken. Auch gehört zur Umsetzung des Materials Rob Sowden’s Garderobenwechsel, je nach Handlung und Ära der Stücke gibt er sich futuristisch mit langgezogener Sonnenbrille und knallig leuchteten Steifen auf Hemd und Hose, oder es geht bewährt mit Rüschenhemd und Robe daher.

Nach dem Konzert werden ARENA lautstark von dem Publikum zurückgerufen. Nun performed der Frontmann solistisch mit Akustik-Gitarre das ergreifende „Friday’s Dream“. Bis dann zu dem ausschweifenden „Solomon“ alle Musiker wieder die Bühne entern. Selbstverständlich und traditionell darf die Live-Version des siebten „Crying For Help“-Teils nicht fehlen.

Fazit: ARENA gehören nach wie vor und zweifelsohne zu den besten Live-Acts dieses Genres. Da lohnt sich selbst die nächtige Heimfahrt und der Schlafentzug, zumal die meisten Anwesenden am nächsten Morgen früh raus müssen.

(Text + Photos by: Michael Kümmet - 20.05.2008)

 

 

 

Playlist ARENA:

„Welcome To The Cage“
„Crack In The Ice“
„Double Vision“
„Midas Vision“
„This Way Madness Lies“
„On The Edge Of Despair“
„Witch Hunt“
„Skin Game“
„City Of Lanterns“
„Riding The Tide“
„Tears In The Rain“
„Hanging Tree“
„Don’t Forget To Breathe“
„Chosen“
„Bedlam Fayre“
„Smoke And Mirrors“
„Moviedrome“
„Friday’s Dream“
„Solomon“
„Crying For Help VII (Help Me)“

 

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