Review

SWORDBROTHERS II
am 17.09.05 im JUZ Live Club Andernach

mit

WIZARD (Ger) · SABATON (Swe) · METAL INQUISITOR (Ger) ·
RAISING FEAR (Ita) · BATTLEROAR (Gre) · AIRGED LAMH (Gre) · LONEWOLF (Fra) · BLACK DESTINY (Ger) · BOOMERANG (Ger)

Swordbrothers Festival 2 ... Are You Really True?

Die zweite Runde des Swordbrothers-Festival findet noch im gleichen Jahr statt. So ist man gespannt, ob sich auch diesmal genügend Metalheads auf diese von Fans für Fans organisierte Veranstaltung locken lassen. Das internationale Billing lässt da keine Wünsche offen. Man ist zuversichtlich und schon am Vormittag füllt sich kontinuierlich die kleine Halle des Andernacher Live-Clubs. Jeder, der diesen Samstag mit einer Überdosis 'Trueness' verbringen will, ist angereist. Folglich sollte es eine großartige Metalparty werden.

Auch diesmal lässt sich so manches Schnäppchen im gut sortierten Metalmarket ergattern. Dieser ist allerdings etwas kleiner als letztes Mal geraten, was allerdings dem Platzangebot der Besucher zu Gute kommt. Fürs leibliche Wohl ist wiedermal gut gesorgt. Vor den Toren der Halle kann man an Bänken und Tischen den ein oder anderen Imbiss von der Pommesbude zu sich nehmen.

Diesmal ist eine Band mehr beteiligt. Also legen die Newcomer BOOMERANG schon um 13:00 Uhr - für manch einen am frühen Morgen - los. Daniel, der neue Mann am Langholz, zeigt sich zu seiner Premiere von der besten Seite und man ist zufrieden.

Nach der Umbauphase, welche vor jeder Band recht kurz gehalten wird um den Zuschauer nicht unnötig auf die Warte-Folter zu spannen (ein kleines Lob an den Stage Manager Chris!), geht's mit BLACK DESTINY weiter. Die Osnabrücker Combo ist zwar schon seit über 10 Jahren aktiv, hat aber den Sprung aus dem Untergrund nicht so recht geschafft, obwohl man mit Michael Seifert einen äußerst talentierten Sänger in den Reihen hat.

Um hier zu rocken haben LONEWOLF aus dem alpinen Grenoble, Frankreichs Antwort auf RUNNING WILD, schon einen weiteren Weg zurückgelegt. Hier gibt's was auf die Ohren.

Doch ist die Anreise von AIRGED LAMH aus Athen nicht zu toppen. Die Epic-Metaller, deren Bandgeschichte knapp 10 Jahre zurückreicht, singen von alten Schlachten aus längst vergangenen Zeiten und zeigen eine tighte Bühnenshow, die einzig und alleine von ihrem gesanglich etwas schwächelnden Frontmann Steve Vernardo getrübt wird.

Genau pünktlich zur Promotion ihres neuen Langeisens "Age Of Chaos" stehen BATTLEROAR, die ebenfalls aus dem entfernten Hellas stammen, auf den Brettern. Spätestens jetzt geht's hier in Andernach zur Sache. Die Band aus Athen und Freunde von AIRGED LAMH hat außer einigen Stücken ihrer aktuellen CD, auch Altbewährtes von ihrem Debüt und einige Mitglieder ihres offiziellen Fanclubs "Swordbrothers" mitgebracht. Da wird die Bühne zu Hits wie "Battleroar" oder "The Sword Of Grom" schon gelegentlich geentert, bis dann dieser erpackende Gig passend mit "Swordbrothers" endet.

Anstelle der verhinderten Schweizer von GODIVA, sind die mächtigen RAISING FEAR mit aktueller Platte "Mythos" am Start. Zwar können die Italiener nicht den Spirit von BATTLEROAR einfangen, doch überzeugt das Quintett mit präziser Brillianz an den Instrumenten. Doch leider erst zum Ende des Sets taut das Publikum zu den Coverversionen "Angel Witch" und "Ace Of Spades" bangend auf. RAISING FEAR sind eine wirklich starke Band, die man im Auge behalten sollte.

Endlich, auf METAL INQUISITOR haben die meisten Metalheads gewartet. Ihren Heimvorteil spielen die Koblenzer selbstverständlich aus. Neben ein paar passenden Sprüchen von Sänger El Rojo, gibt's die bewährten Metalknaller des Debüts "The Apparition" und es werden Stücke des bald erscheinenden Nachfolgewerk "Doomsday For The Heretic" präsentiert. Diese kommen allesamt beim euphorischen Publikum prächtig an. Gäbe es einen Coolness-Preis, hätte ihn sicherlich Gitarrist Blumi mit Sonnenbrille und stylischen Schweißbändern an den Handgelenken gewonnen. Und wäre dies ein Band-Contest, würde jetzt der Sieger schon feststehen. Die Meute bangt mit den Musikern vor und sogar auf der Bühne um die Wette, und die Stimmung im Saal hat damit den Tages-Höhepunkt erreicht. Nach der eigentlichen Zugabe haben die Fans nun immer noch nicht genug und fordern weiterhin ihre Helden, die dann außerplanmäßig noch die JUDAS PRIEST Coverversion "Invader" zum Besten geben.

Eigentlich dürfte sich jetzt keiner mehr auf die Bühne trauen, doch SABATON sind mutig. Zu allem Übel haben die Schweden jetzt noch mit der Technik zu kämpfen, müssen kurz unterbrechen und die Halle leert sich allmählich. Auch als der Fehler behoben ist und es weiter geht, füllt es sich nur träge wieder. SABATON's eigenwillige Mischung aus Heavy Metal und Doom findet nun auch nicht den richtigen Zugang zu den Leuten. Schade, das hat diese noch junge talentierte Band nicht verdient.

Aber auch der Headliner WIZARD können nicht derart überzeugen, wie es METAL INQUISITOR schaffte. Viele der Besucher sind nach diesem langen Tag schon nach Hause. Doch lassen sich die Routiniers aus Bocholt davon, sowie von den beiden holländischen Schönheiten, die betrunken die Bühne erklimmen, um an der Show monitorbox- und mikroständerumreißend teilzuhaben, nicht sonderlich beeindrucken. Sie bieten eine geradelinige Liveshow mit einer kleinen Feuerspuckeinlage des stimmgewaltigen Frontmann Sven D'anna, die mit den Zugaben "Hammer Box" und "Defenders Of Metal" doch noch mit reichlich Applaus endet.

Demjenigen, der jetzt noch nicht an der schon erwähnten Überdosis 'Trueness' leidet, sei gesagt: "Der Termin für das SWORDBROTHERS 3 steht schon fest". Am 4. März 2006 bekommt man in Andernach wieder ein geiles Billing zu einem fairen Preis zu sehen. Bis jetzt stehen folgende Bands bereits fest: TORCH · WARRANT · IRONSWORD · BLOODSTAINED · EXISTENCE · VIRON · DOUBLE DIAMOND - der Headliner wird noch bekannt gegeben.

Dann ... bis zum 4. März!

(by: Michael Kümmet - 21.09.05)

Die jeweiligen Fotoserien vom Konzert gibt es hier: WIZARD · SABATON · METAL INQUISITOR · RAISING FEAR · BATTLEROAR · AIRGED LAMH

Setlist AIRGED LAMH:

  • Fate Of The King
  • The Vision Revealed
  • Dissention Seeds
  • Painless Vengeance
  • Heart Of My Kingdom
  • Guardian Of The Ancient Deeds
  • Armies Assemble
  • Warp Spasm
  • The Silver Arm
  • One Eyed God
  • End Domain

Setlist RAISING FEAR:

  • Gilgamesh
  • Theseus
  • Amon Ra
  • Fenrir
  • Merlin
  • Charon
  • Thorr
  • Montezuma
  • Ocasta
  • Angel Witch
  • Aces Of Spades

Setlist METAL INQUISITOR:

  • R.I.F.
  • Restricted Agony
  • Daze Of Avalon
  • Doomsday For The Heretic
  • Zombie Driver
  • Midnight Rider
  • M4-A1
  • Legion Of Grey
  • Watch The Phoenix Die
  • Take Revenge
  • Thane Of Cowdor
  • Beware
  • Run For Your Life
  • Invader

Setlist WIZARD:

  • Fire And Blood
  • Iron War
  • Uruk Hai
  • Circle Of Steel
  • Dragon Lords
  • Call Of The Wild
  • Enemy Die
  • Metal
  • Hall Of Odin
  • Hammer Bow
  • Defenders Of Metal

zurück zur Review-Übersicht
----------------------------
zur unitedpixel Hauptseite