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SPOCK'S
BEARD |
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Auch
nach Neal Morse's Ausstieg gehören SPOCK'S BEARD immer noch zu einem
der besten Prog-Acts dieses Planeten. Darum erfreute es natürlich umso
mehr, dass die Amerikaner zu ihrem achtem Album, mit dem passenden Namen
"Octane", in Europa tourten. Im
Vorprogramm ist die britische Allstar-Band KINO, welche Anfang dieses
Jahres ihr Debüt "Picture" veröffentlichten. Die Mannen
um ARENA-Gitarrist John Mitchell, der hier zusätzlich für den Leadgesang
übernimmt, spielten fröhlich drauf los und überzeugten mit ihren
progressiv angehauchten Rocksongs auf ganzer Linie. Pete Trewavas, der auch
bei MARILLION den Bass spielt, sorgte für ein ordentliches und
abwechslungsreiches Fundament. IT BITES-Keyboarder John Beck war für die nötige
Atmosphäre und Melodie verantwortlich. Dessen Bandkollege Bob Dalton sprang
für den ehemaligen PORCUPINE TREE Drummer Christ Maitland, der durch andere
Konzertverpflichtungen gebunden war, ein und meisterte dieses Part
hervorragend. Bei einem solchen Line-Up konnte eben nichts schief gehen. Nach
einem gelungen Support-Act und kurzer Umbauphase eröffneten SPOCK'S
BEARD mit "A Flash Before My Eyes", dem 7-teiligen
Opener ihres aktuellen Werkes. Bärte-Drummer Nick D'Virgilio, der nun
Neal's Stelle als Frontmann einnimmt, wechselte zwischen Drumkit und
Gesangmikro. Er scheint Gefallen an seiner neuen Rolle gefunden zu haben.
Die meisten Schlagzeugparts hat er dennoch an Gastmusiker Jimmy Keegan, der
sich an einem zweiten Drumkit betätigte, abgeben müssen, da er hauptsächlich
als Vokalist agierte. Neben synchronen Schlagzeugparaden, lieferten sich
Jimmy und Nick ein aufregendes und aberwitziges Drumduell, das mindestens
genauso beeindruckte wie Ryo Okumoto's Keyboard-Solo oder Alan Morse's
raffiniertes Gitarrenspiel, der ohne Plektrum, nur alleine mit seinen
Fingern die Leadgitarre und Soli spielte. Hauptsächlich wurden Stücke der
Post-Neal-Morse-Ära vorgetragen, wie das vertrackte Instrumental "Nwc".
Dem euphorischen Publikum wurden mit "Harm's Way", "At
The End Of The Day" und "Gibberish" auch ältere
Song vorgestellt. Aber spätestens nach der Zugabe in Form des
hervorragenden Titeltracks vom Debüt "The Light", mußte
wohl jeder Beard-Fan gänzlich mit dem ausgewogen und über 2-stündigen Set
zufrieden gewesen sein. Setlist
SPOCK'S BEARD:
(by. Michael Kümmet - 23.03.05) |
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