Review

RhEINKULTUR
am 02.07.05 in Bonn, Rheinauen

So, da waren wir mal wieder in den Bonner Rheinauen und mal wieder hat es geregnet! Und wir waren wie immer auch zu spät.

Somit habe ich auch den Anfang von DREDG verpasst, eigentlich der hauptsächliche Grund, wieso ich überhaupt dieses Jahr auf die Rheinkultur gefahren bin - Mist.

Direkt nach vorne und schon wurde ich enttäuscht. Der Sound war zwar klar, aber leider viel zu leise und ohne Druck. Auch wirkte die Band etwas deplatziert auf der großen Bühne. DREDG in einem kleinerem Rahmen zu erleben ist schon schöner. Diese Band braucht eine intimere Atmosphäre um richtig zu wirken. Nichts desto trotz waren DREDG sehr gut. Viel neues vom Album "Catch without arms" wurde gespielt. Da die Stücke auch eingängiger, stellenweise auch schneller sind, war dies schon ein gute Entscheidung für ein Open Air. Natürlich kamen auch einige „alte Kracher“ zum Zuge. Leider war der Auftritt der Kalifornier zu kurz und wie eingangs schon erwähnt auch zu leise. Leider!

Wir blieben an der Roten Bühne, da dort die für mich interessanteren Bands des Samstags spielten. Es folgten die Kieler SMOKE BLOW; und auch hier zeigten sich die Soundprobleme. Schade, denn die Band rockte wie Sau.

Auch BIFFY CLYRO kämpften mit den selben Problemen. Aber auch die Songauswahl trug dazu bei, dass der Auftritt der Schotten nicht zu dem Besten des Tages gehörte. Auch machte es einem die Struktur der Songs nicht gerade leicht, dem roten Faden zu folgen. Meiner Meinung nach hatte die Band zu wenig Material vom neuen Album präsentiert. Schade, war ein wenig enttäuscht.

Eine der wenigen Bands die richtig Stimmung machten waren FLOGGING MOLLY, wenn nicht sogar die Band auf der Roten Bühne, die am besten ankam. Ich hatte FLOGGING MOLLY bereits auf dem Hurricane Festival gesehen und muss zu geben, dass ihr „irish-folk-punk-rock“ richtig Laune macht. Es macht einfach Spaß der Band zu zusehen und zu zuhören. Eingängige Stücke machten es dem Publikum leicht mit - oder besser abzugehen. Was wohl auch die Security an diesem Abend mit bekommen durfte.

Die letzte Band auf der Roten Bühne waren dann noch AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEATH. Eigentlich besteht die Band nur aus 3 Leuten, auf der Bühne aber wurden 2 Schlagzeuge, mehrer Verstärker und Keyboards aufgebaut, so dass am Ende 6 Personen die Bühne bevölkerten. Leider konnte dies dem Sound auch nicht helfen.

Also sind wir, auch etwas getrieben durch den zunehmenden Regen, noch kurz an der Blauen Bühne, sprich bei FARIN URLAUB RACING TEAM vorbei. Ganz nett und ganz lustig, aber wir standen viel zu weit weg und haben auch nicht alles mitbekommen, so das ein Urteil schlecht abzugeben ist.

Danach blieb uns nur noch der Weg zurück, durch den Regen, zu unserem Auto übrig.

Fazit: Es war nicht die beste Rheinkultur, aber wir sehen uns nächstes Jahr wieder, auf der Rheinkultur 2006. Und auch hier hoffentlich mit besserem Wetter.

(by Sven Meeß - 06.07.05)

 

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