| 03.02.06 |
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| 26.01.06 |
| 21.01.06 |
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| 13.01.06 |
| 14.01.06 |
| 11.01.06 |
| 20.12.05 |
| 17.12.05 |
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| 06.12.05 |
| 03.12.05 |
| 19.11.05 |
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| 08.10.05 | - Köln, Prime Club |
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In Backnang (das ist
übrigens ein Kaff in der Nähe von Stuttgart) stehen am heutigen
Samstagabend SILVER, eine junge Band aus dem schönen Skandinavien, auf der
zugegebenermaßen recht kleinen Bühne des Jugendhauses der Stadt. Das
Jugendhaus scheint normalerweise nicht gerade ein Venue für ausländische
Bands zu sein. Die
Sleazerocker aus Norwegen haben bisher 2 Alben veröffentlicht und sind noch
relativ jung. Ihr neustes Album zu dem sie auch diese Tour mit leider nur 2
Shows in Deutschland spielen trägt den Namen „White Diary“.
Die Show eröffnen die FLYING WINDMILLS aus Dresden, die sympathisch mit lockerem melodischen Skater-Pop-Punkrock die Crowd aufwärmen und ihren Job recht gut machen. Als SILVER schließlich die Bühne betreten, fühlt man sich sofort um einige Jährchen in die Vergangenheit zurückversetzt und nach einigen Liedern steht fest: Das hier sind die kleinen Brüder von Axl Rose und Michael Monroe, musikalisch sowohl als auch optisch. Der charismatische Sänger Blanco Summer erinnert mit seinen Posen an die Großen der 80er, er hält das Micro in den gefalteten Händen und verbiegt seinen Körper dazu beim Singen so, dass der inzwischen in die Jahre gekommene Mr. Rose vor Neid erblassen würde. Der gerade neu dazugestoßene Schlagzeuger erinnert stark an Tommy Lee und die starke äußerliche Ähnlichkeit des Gitarristen Bee Buzer mit Duff McKagan springt einem sofort ins Auge. Die Jungs geben schnellen rockig-rotzigen Sleaze zum Besten, aber auch einige sehr melodische eingängige Rocksongs. Beispielsweise die aktuelle Single „Angels Calling“, die ein richtiger Ohrwurm ist. Eine Zugabe gibt es leider nicht und so verlassen sie die Bühne nach etwa einer Stunde, um sich auf den Weg nach Österreich zu machen, wo sie am nächsten Tag einen Gig spielen. Danach geht es noch für einige Shows nach Italien und dann wieder heim nach Norwegen. Im nächsten Jahr werden sie aber wieder nach Deutschland kommen und das sollte man auf gar keinen Fall verpassen ! ! ! (by: Beatrice Mussgnug - 05.12.2004) |
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W.A.S.P. |
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W.A.S.P. - das ist die
Abkürzung für "White Anglo Saxon Protestants" und steht für die
besonders scheinheiligen U.S.-Amerikaner. Eine solche Scheinheiligkeit war
wohl auch das Umfeld in dem W.A.S.P.-Sänger Blackie Lawless zunächst
streng religiös aufgewachsen war, sich dann aber zum schockenden und
durchgeknallten Bandleader gemausert hatte. So waren W.A.S.P. am Anfang
ihrer Bandkarriere für ihre sehr berüchtigten live Shows bekannt, bei
denen sie Kunstblut aus Schädeln tranken, rohes Fleisch ins Pubilkum warfen
und sich ähnlich Makaberes mehr einfallen ließen. Die Amerikaner tourten
bereits mit Größen wie Black Sabbath, Slayer und KISS, um nur einige zu
nennen. Und sie nun in einem relativ kleinen Club auf einer relativ kleinen
Tour sehen zu können, konnte man sich einfach nicht entgehen lassen. So
warteten vor der ausverkauften Batschkapp in Frankfurt zumeist langhaarige
Gestalten aus allen möglichen Teilen Deutschlands geduldig auf den Einlass.
Dieser verzögerte sich allerdings um eine Dreiviertelstunde aufgrund eines
Staus in dem die W.A.S.P.-Tourbusse gestanden hatten.
Da sich der Soundcheck an diesem Abend entsprechend verzögert hatte und der Andrang am Eingang recht groß war, war es leider nicht allen Besuchern möglich, rechtzeitig zum Beginn der Show des deutschen Supportacts CHINCHILLA vor der Bühne zu stehen. Statt schon ein kühles Bierchen zu genießen, standen viele noch draußen im weniger angenehmen Nieselregen. Die sehr sympathische Metalband CHINCHILLA brachte das Publikum mit viel Spielfreude und Enthusiasmus in Stimmung. Die Schwaben spielten alte und einige neue Songs von ihrer aktuellen Platte "Take No Prisoners". Zum Abschluss gab's dann noch einen ziemlich gut gelungenen KISS-Cover und dann mussten sie auch schon die Bühne räumen. Nach einer ziemlich kurzen Umbaupause erklang zu gedimmtem Licht "The End" von den Doors. Obwohl die Fans vor Vorfreunde schon fast auf und ab hüpften, ließen sich Blackie Lawless und Co. noch ein kleines bisschen Zeit, bis sie schließlich unter lautem Jubel und sichtlich gut gelaunt die Stage betraten. Der hochgewachsene Blackie hatte die Show und die Fans von der ersten Minute an fest im Griff. Aber auch sonst waren die Bedingungen unter denen das Konzert stattfand super: der Sound war sehr gut, die Lightshow ziemlich klasse und die Stimmung kaum zu übertreffen. Mit "The Neon God Part 1- The Rise" war im April dieses Jahres der erste Teil des W.A.S.P.-Konzeptalbums erschienen. Die Tour hierzu verlief weniger glücklos; und so versuchte Blackie den verlorenen Boden mit "The Neon God Part 2 - The Demise" und der dazugehörigen Tour wieder gut zu machen. Doch die Amerikaner spielten wenig vom neuen Album, dagegen viele alte Songs wie beispielsweise "I wanna be somebody" und "Animal (fuck like a beast)". Sehr beeidruckend war Blackies Mikrofon; ein riesiges Skelett mit Armen und Beinen und natürlich einem riesigen Totenkopf, das beim Aufbau von mindestens 2 Roadies getragen werden musste. An dieses Monstrum hängte er sich mit und ohne Gitarre während und zwischen den Songs. Er schaukelte vor Richtung Publikum und wieder zurück, was die Leute fast immer zum Durchdrehen brachte. Mal kauerte er sich hinter dem riesigen Skelett zusammen, mal setzte er sich, noch mit der Gitarre auf dem Rücken ganz oben drauf. So auch gegen Ende des Sets, als die Lichter abgedunkelt wurden und der Club nur noch von Schwarzlicht beleuchtet wurde. Er schmierte sich fluoreszierende Farbe ins Gesicht und auf die Arme. Dieses Outfit ließ sein Gesicht wie einen Totenschädel wirken. Und so schwang Blackie hin und her während er mit eindringender Stimme singt. Nach einigen Zugaben und einer großartigen Show verzogen sich die 4 Jungs endgültig; aber sie ließen viele zufriedene Fans zurück. Es mag zwar sein, dass W.A.S.P. ihre allergrößten Zeiten schon ein bisschen hinter sich haben, dennoch sind sie noch immer ein absoluter Knaller und UNBEDINGT sehenswert! Line-Up:
Setlist:
(by: Beatrice Mussgnug - 02.12.2004) |
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Nach ihrer Tour als Support
von MONSTER MAGNET Anfang des Jahres und einigen Auftritten auf Festivals in
ganz Europa kamen GLUECIFER nun erneut auf ihrer europäischen Hallentour für
einige Konzerte nach Deutschland. Im Gepäck hatten die selbsternannten
"Kings of Rock" ihre Landsmänner von BONK und die schwedischen,
noch recht unbekannten CAPTAIN MURPHY.
Als "Kings of Rock" können sich Sänger Biff Malibu, die Gitarristen Captain Poon und Raldo Useless, sowie Bassist Stu Manx und Drummer Danny Young getrost bezeichnen, auch wenn es etwas prollig klingen mag. Denn die Erwartungen, die an das neue Album "Automatic Thrill" (Anfang des Jahres erschienen) gestellt wurden, wurden auf keinen Fall enttäuscht. Und das neue Album braucht sich auch nicht hinter "Basement Apes", das letzte Album aus dem Jahr 2002 zu dem sie im gleichen Jahr eine ausverkaufte Tour spielten, zu verstecken. Den Abend im Berliner SO 36 eröffneten CAPTAIN MURPHY mit ihren rockigen 70ties-lastigen Songs, die vom Publikum sehr positiv aufgenommen wurden. Die meisten Bandmitglieder sind noch recht jung, dafür hängen sie sich um so mehr rein; und die Energie, die sie versprühen überträgt sich auf das Publikum. Auffällig ist vor allem Gitarrist Victor, der unablässig einen auf "Poser" macht und am Schluss sogar von der Bühne springt und in der Crowd weiterspielt. Leider mussten die jungen Schweden schon nach ca. 30 Minuten die Bühne freigeben für die zweite Vorgruppe BONK. Die spielten etwas länger, rissen aber nicht gerade die Hütte ab. Dennoch füllte sich das SO 36 nun merklich schneller und als BONK am Ende ihres Sets angelangt waren, war es richtig voll. Nach einer weiteren Umbaupause betraten nun endlich die "Kings of Rock" die Bühne; gut gelaunt und spielfreudig wie gewohnt. Zusammen sind die 5 einfach unschlagbar und man sieht deutlich, wie viel es ihnen bedeutet, wenn die Leute wirklich abgehen. Und das war definitiv der Fall, trotz des tropischen Klimas im SO 36. Als Norweger kann man ja auch manchmal ein bisschen deutsch, wenn man in der Schule aufgepasst hat und das war bei den Jungs von GLUECIFER wohl der Fall; und so machte Sänger Biff Malibu seine recht humorvollen Ansagen teilweise auch auf deutsch. Bei GLUECIFER gibt es keinen ersten und zweiten Gitarristen, sondern zwei Gitarristen, die jeweils links und rechts außen an der Bühne stehen und die sich die Parts teilen. Von Schlagzeuger Danny Young sieht man meistens nur den strohblonden Haarschopf wenn er unablässig auf seine Drums eindrischt. Die Setlist ließ fast keine Wünsch offen und war eine sehr gute Mischung von alten und neuen Songs, es gab beispielsweise die Kracher "I got a war" und "Shotgun Seat", "Easy Living", die Single vom letzten Album, "Here come the pigs" oder "A call from the other side". Nach 3 Zugaben verließen die Norweger schließlich die Stage und man konnte mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Übrigens: wer GLUECIFER auf dieser Tour verpasst hat, kann sich trösten, denn sie werden für DIE TOTEN HOSEN als Support bei einigen Shows hierzulande dieses Jahr noch mal zu sehen sein. Setlist:
(by: Beatrice Mussgnug - 29.11.2004) |
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Sieben lange Jahre hatte sich die Münchner Prog-Kultcombo
SIEGES EVEN aus der musikalischen Öffentlichkeit zurückgezogen. Nach einem Auftritt im Frühjahr dieses Jahres auf dem Headway-Festival in den Niederlanden gab es endlich wieder die Möglichkeit Sieges Even livehaftig in Deutschland zu erleben. Entsprechend groß war die Vorfreude auf dieses Konzert im Frankfurter Nachtleben. Als die Band kurz nach 21 Uhr nach einen kurzem Intro die Bühne betrat, und mit einem etwa halbstündigen Einblick des Titeltracks des im Spätherbst erscheinenden Albums THE ART OF NAVIGATING BY THE STARS losrockte, war schon nach wenigen Takten klar, daß Sieges Even nichts verlernt haben. Das neue Material erinnert am ehesten an das hervorragende SENSE OF CHANGE Album und lässt auf kommende Großtaten schließen. Vor allem der neue und sympathische, aus Holland stammende Sänger Arno Menses, stimmlich am ehesten mit Jogi Kaiser zu vergleichen, sammelte von Beginn an durch seine agile Bühnenperformance und seine starke stimmliche Leistung viele Pluspunkte. Auch seine Mitstreiter an den Instrumenten überzeugten, besonders der Schlagzeuger Alex Holzwarth trommelte äußerst präzise, wie ein Schweizer Uhrwerk und bildete mit seinem Bass spielenden Bruder Oliver eine perfekte Rhythmuseinheit, über die Gitarrist Markus Steffen virtuos seine originellen Riffs und jazzige Soli legte. Das Hauptaugenmerk bei der restlichen Songauswahl wurde hauptsächlich auf das SENSE OF CHANGE Album gelegt, wobei auch 2 Songs des VAL'PARISO Demos zum Ein- satz kamen. Vom Debut wurde lediglich der Titeltrack LIVE CYCLE gespielt und STEPS wurde würdig mit dem 25-minütigen TANGERINE WINDOWS OF SOLACE vertreten. Die beiden letzten Alben, die ohne Gitarrist Markus Steffen eingespielt wurden, fanden keine Berücksichtigung. Nach 100 Minuten war zum ersten mal Schluss, allerdings kehrte die Band umgehend zurück, um die lautstark vom Publikum geforderten Zugaben THE WAKING HOURS und WHERE OUR SHADOWS SLEEP zum Besten zu geben. Nach 2 Stunden Progmetal vom Feinsten fiel nun endgültig der letzte Vorhang und es gab wohl kein Fan, der nicht zufrieden nach Hause ging. Bleibt nur noch zu hoffen, dass das Line-Up diesmal stabil bleibt, und wir in Zukunft weiter großartige Alben und solche hervorragenden Live-Gigs von SIEGES EVEN erwarten können. (by: Michael Kümmet - 02.11.04) Line-Up:
Setlist:
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RA'S
DAWN 11.09.04 - JUZ Live Club Andernach |
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Die Sommerpause im JUZ Live Club in Andernach war kaum vorbei, da gab’s dort auch schon wieder das erste Hallenkonzert. War man vom JUZ sonst eher härtere Klänge gewohnt, sollte es heute mal wieder etwas melodischer zugehen - aber nicht unspektakulärer. Progressive Rock bzw. Metal stand auf dem Programm. Und hierzu hatte Dieter Schwagerus, Organisator und Chef des Hauses, THRESHOLD eingeladen; als Special Guest hatten die Jungs aus Großbritannien DEAD SOUL TRIBE mit dabei. RA’S DAWN aus Koblenz eröffneten als Local Support den Abend und komplettierten die Bandauswahl in bester Weise. Als ich im JUZ kurz nach halb Acht ankam, war der Soundcheck noch im Gange und die Halle noch verschlossen. Aber man konnte sich ja im Vorraum an der Theke schon mal auf den Abend vorbereiten - und wer seinen Flüssigkeitshaushalt hier auf den oberen Pegel brachte, war gut beraten. Denn im Laufe des Konzertabends sollte es wieder schön heiß und schweißtreibend im JUZ werden.
Nach gut
20 Minuten Umbaupause ging’s weiter im Programm. DEAD SOUL TRIBE
betraten die Bühne. Und von dieser Show war ich dann mehr als positiv überrascht.
Dead Soul Tribe überzeugte auch die (Noch-)Nicht-Fans mit innovativen und
kreativen Songs.
Nach dem eindrucksvollen Auftritt ließ es sich Devon nicht nehmen, jedem Bandkollegen einen dicken Kuss auf den Mund zu geben. Und sichtlich zufrieden bedankte sich die Band mit einem kurzen Shaking Hands bei den Fans in den ersten Reihen. Auch in der zweiten Umbaupause flohen die meisten Leute schnell nach draußen an die frische Luft um sich etwas abzukühlen.
Letztlich hätte mir DEAD SOUL TRIBE als Headliner aber besser gefallen; und sie wären - trotz Protest der vielen THRESHOLD-Fans - meiner Meinung nach auch würdiger gewesen, diese Position einzunehmen. Zumindest an diesem Abend. Das Konzert war zu RA’S DAWN schon erfreulich gut besucht. Im Laufe des Abends konnte der Veranstalter insgesamt dann noch noch knapp 300 Besucher begrüßen. Schade, dass eine Bühnendeko an diesem Abend gänzlich fehlte. Selbst auf ein Banner, um das Rolltor im Hintergrund etwas zu verdecken, verzichteten alle drei Bands. Auch lichttechnisch hätte ich mir etwas mehr Einfallsreichtum und Abwechslung gewünscht. Und warum war es eigentlich diesmal so verdammt heiß in der Halle??? Die einzelnen Fotoserien der drei Bands findet ihr hier: RA'S DAWN - DEAD SOUL TRIBE - THRESHOLD |
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„Punch and Judy“ – das war das Lied, das damals Anfang der 80er Jahre mein Interesse auf Marillion lenkte. Mit dem Weggang des ehemaligen Sängers Fish erlosch aber dann mein Interesse an der Band. Denn für mich war es damals einzig seine Stimme die den Charakter und die Authentizität von Marillion ausgemacht hatte. Doch war ich heute nach ca. 17 Jahren neugierig, wie die Band, ihre Musik und insbesondere der Nachfolger am Mikrofon, Steve Hogarth, nach so vielen Jahren nun rüberkamen. Und insgeheim hoffte ich, einige Klassiker aus der guten alten Fish-Ära hören zu können. Etwas ungewöhnlich war der Anlass zu dem Marillion in Köln dieses Konzert spielten. Das ‚Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt’ hatte die Band anlässlich ihres Tages der offenen Tür eingeladen und brachten dadurch zum Ende des Tages die Besucher und Marillion-Fans in den Genuss eines kostenlosen Konzertes. Da das Ganze also für lau war, kamen auch sicher etwas mehr Besucher, als unter ‚normalen’ Umständen. So 3.000 dürften es dann auch sein (das Durchschnittsalter lag wohl so um die 30-35), die an diesem frühen Abend auf der Landebahn des Militärflughafens vor der Bühne stehen und auf das Erscheinen der Band warten. Und während die Leute so erwartungsfroh dort ausharren und in Köln langsam die Sonne untergeht, schwebt um 19:15 Uhr ein Helicopter ein, dreht eine Runde über die Menge und landet am Ende das Flugfeldes. Auf der Bühnen-Leinwand, wo das Geschehen von einigen Video-Kameras eingefangen wird, erkennt man Steve Hogarth, Frontmann und Sänger von Marillion, der aus dem Helicopter steigt. Während in der Zwischenzeit seine musikalischen Mitstreiter, Mark Kelly (Keyboard), Ian Mosley (Drums), Steve Rothery (Gitarre) und Pete Trewavas (Bass), die Bühne betreten und mit „Between you and me“ das Konzert schon mal beginnen, lässt sich Steve Hogarth mit einem bereitgestellten Wagen zum Bühnenaufgang fahren. Ein spektakulärer und interessanter Konzertbeginn.
Auch die hinteren
Publikumsreihen bekommen dank der Videoleinwand im Bühnenhintergrund die
Einzelheiten mit. Zwischenzeitlich unterstützt der Sänger seinen Kollegen
Steve Rothery mit einer zweiten Gitarre, nimmt sich die Handrasseln und
setzt Eine Fotoserie vom Konzert findet Ihr hier. |
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Nach fast 2-jähriger Pause kam im Frühjahr dieses Jahres das Album „Stockholm Syndrome“ der BACKYARD BABIES heraus; kurz nach dem Erscheinen ging’s auch schon wieder auf Tour für die vier in Stockholm lebenden Jungs. Erst wurde ausgiebig im schönen Schweden getourt, dann im restlichen Europa. Die erste Single „Minus Celsius“, die es genau wie das Album im Heimatland der Band tatsächlich bis auf Platz eins der Charts geschafft hat, konnte man auch hier des öfteren auf diversen Musiksendern sehen. Das nur 2 Wochen im voraus angekündigte Konzert in Stuttgart war eigentlich der freie Tag der Tour, auf der die BACKYARD BABIES gerade Velvet Revolver supporten. „Anstatt im Bus rumzusitzen und uns zu langweilen spielen wir lieber Shows an den Off-days“ erklärt der blonde, inzwischen wieder langhaarige Sänger Nicke Borg, auf dessen Hals das Zigarette rauchende Skelett des Social Distortion Logos tätowiert ist. Zwar schien die Röhre nicht so voll zu sein wie sonst, hatte man doch noch etwas mehr Platz zum Nebenmann oder eher der Nebenfrau. Hatte das Publikum doch einen sehr hohen Frauenanteil, der Stimmung tat das keinen Abbruch, denn von der ersten Minute in der die Band die Bühne betrat wurde ihre Rückkehr nach Deutschland von den Fans gefeiert und bejubelt. Mit dem Song „Everybody ready“ war ein passender Opener gewählt und die Jungs legten los. War es mal etwas ruhiger wurde Gitarrist Dregen Svensson nicht müde das Publikum zu animieren. Die vier bilden ein unschlagbares Quartett; Schlagzeuger Peder Carlsson der im Hintergrund unablässig und mit nacktem Oberkörper auf seine Drums eindrischt, Johan Blomquist, der cool seinen Bass spielt mit einer Kippe im Mund und in den Pausen zwischen den Lieder Jack Daniels trinkt, Leadgitarrist Dregen, der Augenmake-up trägt und dessen Frisur immer perfekt gestylt ist, und natürlich Nicke Borg der Sänger und Gitarrist, dessen Stimme doch manchmal sehr an Mike Ness von – wie soll es auch anders sein – Social Distortion erinnnert. Besonders bei den Songs des ersten in Deutschland veröffentlichten Album „Total 13“ weitete sich der Pogokreis fast bis ganz an die Seite aus. Als Besonderheit gab es in Stuttgart den Song „Friends“ vom aktuellen Album, den die Band mit befreundeten Musikern wie beispielsweise Joey Ramone, Michael Monroe, Danko Jones und Nina Persson aufgenommen hat. Neben Nicke und Gitarrist Dregen sangen J. J. Joy von der süddeutschen Vorguppe The Starfuckers und Galactica, Gitarristin der zur Zeit nicht existierenden Heroines aus Stuttgart. Die BACKYARD BABIES haben noch viel vor in der nächsten Zeit, zuerst ging's dann als Support für Velvet Revolver erst mal weiter auf Tour in die USA, wo ihr Album auch in Kürze erscheinen wird, auf das dann ihre eigene Tour in den USA folgt. (by: Beatrice Mussgnug - 17.09.2004) |
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Nachdem das erste Konzert der ehemaligen Guns´n Roses Mitglieder Slash, Duff McKagan und Matt Sorum, sowie des weniger bekannten Suicidal Tendencies Gitarristen Dave Kushner und Sänger Scott Weiland, ehemals bei den Stone Temple Pilots am Micro, bei ihrer ersten gemeinsamen Tour in diesem Jahr in New York innerhalb von 5 Minuten ausverkauft war, wartete man auch hierzulande gespannt auf VELVET REVOLVER, die einige Shows in Europa spielten. Vor der schon Wochen vorher ausverkauften Georg-Elser-Halle in München konnte man auf dem Schwarzmarkt noch Tickets erstehen; vorrausgesetzt, man war bereit, was springen zu lassen. Denn wer es versäumt hatte, sich für dieses Ereignis ein Tickets zu besorgen, musste gut und gerne fast das Doppelte blechen. Der Abend begann mit der Supportband Backyard Babies. Die Schweden um Frontmann Nicke Borg, die selbst bekennende Guns´n Roses Fans sind, gaben Songs vom aktuellen Album „Stockholm Syndrome“ und ihren beiden zuvor in Deutschland veröffentlichten Alben zum Besten. Unter den Begeisterungstürmen des Publikums kamen schließlich VELVET REVOLVER auf die Bühne und legten gleich ordentlich los mit ihrem Opener „Sucker Train Blues“ vom Debütalbum „Contraband“. Bei dem im Juni erschienenen Album handeln die Lyrics auffällig oft von Drogen, was aber auch nicht sehr verwundert, wenn man die Biografie der einzelnen Bandmitglieder, vor allem von Weiland, betrachtet. Die Songs von VELVET REVOLVER sind bis auf wenige Ausnahmen - wie „Fall to pieces“ - sehr rockig und schnell, allerdings sind es natürlich nicht Guns´n Roses. Weilands Stimme ist melodischer als die von Rose (um den naheliegenden Vergleich auch hier anzubringen) und was die Show auf der Bühne betrifft, steht er ihm um nichts nach. Sie rockten mit Songs wie „Big Machine“, „Set me free“, “Do it for the kids“ und der ersten Single “Slither”. Natürlich durften zwei Cover von den Stone Temple Pilots nicht fehlen, sowie zwei von Guns´n Roses: „It´s so easy“ und „I used to love her“. Und, sind wir mal ehrlich, wenn Slash, McKagan und Sorum diese Songs mit Unterstützung von Weiland und Kushner spielen, dann fühlt sich das irgendwie „richtiger“ an, als wenn ein maskierter Riese, der einen KFC-Pappbecher auf dem Kopf trägt und sich sinnigerweise Buckethead (aus Axl Roses neuer G´nR-Formation) nennt „Sweet Child of mine“ spielt, selbst wenn Rose dazu singt. Mit VELVET REVOLVER sind Guns´n Roses natürlich nicht zurückgekehrt, was aber auch keine realistische Erwartung gewesen wäre, dafür aber ist die Rockwelt um eine großartige Band reicher geworden.(by: Beatrice Mussgnug - 17.09.2004) |
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Wie
jedes Jahr gegen Ende August fielen auch dieses Jahr wieder größtenteils
schwarzgekleidete Gestalten in dem kleinen, sehr ländlichen Abtsgmünd (ca.
30 km von Aalen) ein, um beim Summer Breeze-Festival die insgesamt 50 Bands,
hauptsächlich aus dem Metal Bereich, zu sehen. Das Summerbreeze hat 2 Bühnen,
die MAIN- und die PAIN-STAGE, die relativ nahe beieinander stehen, weshalb
immer abwechselnd auf einer gespielt und auf der anderen auf-/abgebaut wird.
So kann es nicht zu Überschneidungen kommen und man kann theoretisch
wirklich jede Bands sehen. Die
allgemeine Stimmung beim Summerbreeze war wirklich super, sowohl die
Festivalbesucher als auch die Securitys auf dem Festivalgelände und auf dem
Campingplatz waren sehr friedlich und es gab kaum unangenehme Zwischenfälle
oder irgendwelchen Stress. Das Wetter allerdings ließ leider an den drei
Tagen oft zu wünschen übrig; plötzliche Regengüsse oder länger
andauernder Nieselregen wechselten sich ab mit strahlendem Sonnenschein. Da die
Jungs von Crematory nach ihrer im Jahr 2001 angekündigten Auflösung
es sich doch anderes überlegt hatten und dann statt dessen ein Jahr später
mit einem neuen Album im Gepäck zurückkamen, wurden sie von ihren Fans
ungeduldig erwartet. Crematorys Musik könnte man beschreiben als
Gothic-Todes-Metall mit EBM Einflüssen. Sie spielten einige alte Songs wie
„Tears of time“, die bei den Zuschauern wahre Begeisterungsstürme
hervorriefen, sowie Songs vom neuen Album „Revolution“
wie die Single „Greed“. Zum Abschied gab's dann auch noch als
Zugabe einen Cover des Sisters of Mercy Klassikers „Temple of Love“, der
sich auch auf dem Crematory Album „Awake“ wiederfindet. Nachdem Crematory die Mainstage verlassen hatten, erschienen auch schon die „Spielleute“ der Mittelalterrockband Saltatio Mortis (lat.=Totentanz) auf der Painstage. Die Jungs mit ihren Dudelsäcken spielten gutgelaunt eine gute Mischung alter Songs und einige vom aktuellen Album „Das Erwachen“. Auch ein Feuerwerk und Feuersäulen fehlte bei der Show nicht; schade allerdings dass es noch nicht dunkel war und es so nicht richtig zur Geltung kommen konnte. Die Band wurde nicht müde, das Publikum zwischen den Songs zu “Schweinskram“-rufen aufzufordern und zeigten sich allgemein als sehr humorvoll. Am frühen
Abend betraten die schwedischen Death Metaller von Hypocrisy
die Main Stage. Peter Tägtgren und seine Jungs, die seit 1992 ein
Album nach dem anderen released haben und Tour um Tour spielten, legten wie
zu erwarten war, eine sehr gute Show hin. Die Stimmung war sehr gut, genauso
der Sound, Hypocrisy waren mit Sicherheit einer der Höhepunkte des Summer
breeze Festivals. Auch die äußeren Umstände meinten es gut mit der Band;
bei den Klängen von “Fire in the sky“ riss der Himmel auf und man
konnte die Sonne blutrot untergehen sehen. Die vorletzten am Freitag Abend waren die Suizid-Metaller von Sentenced. Fast pünktlich in dem Moment in dem die Jungs auf die Bühne kamen, begann es zu nieseln und hörte auch fast erst am Ende der Show wieder auf. Die Finnen spielten eine mitreißende Show, deren Mittelpunkt unbestritten der charismatische Sänger Ville Laihiala war, der mit seiner rauen, gefühlvollen Stimme die Fans in seinen Bann zieht, wenn er über Selbstmord singt. Im Winter werden Sentenced im Studio ihr neues Album aufnehmen, von dem man auf dem Summerbreeze schon einige Songs hören konnte und die einiges verheißen. Als Opener für die Show wurde „The Suicider” gewählt, es folgte eine gute Mischung aus Songs aus fast allen der 7 bisherigen Alben. Die
Happy - Die Ulmer Jungs und ihre Sängerin Marta Jandova
passten nicht so recht zum restlichen Line-up des Festivals (obwohl
es nicht der erste Auftritt der
deutschen Rockband auf dem Summerbreeze war) und man merkte doch recht
deutlich, dass das viele der Festivalbesucher genauso sahen. Die Happy
rockten aber trotzdem gut, mit einem blumenverzierten Mikrofonständer und
ihrer charismatischen Frontfrau, die recht witzige Sprüche von sich ließ
und die das „Ausziehen! Ausziehen!“- Gegröle gekonnt ignorierte. Man
merkt dieser Band ihre jahrelange Erfahrung wirklich an.
Six
feet Under - Was einst nur als Nebenprojekt des damaligen
Cannibal Corpse Sängers Chris Barnes angefangen hat, ist inzwischen eine
bekannte Größe geworden und war einer der Headliner des Festivals. Die
vier Amerikaner, die seit 1995 bereits 5-Studioalben veröffentlicht haben,
wurden vom Publikum heiß erwartet und gebührend empfangen. Zum Ende einer
großartigen Show gab es als Zugabe den AC/DC Song TNT. Mit
Ensiferum betrat eine weitere Band aus Finnland am Samstag Abend
die Pain Stage, vor der sich schon, wie man den Eindruck hatte, so gut wie
alle der sich auf dem Festivalgelände befindenden Personen versammelt
hatten. Die Band mit ihrem neuen Sänger Petri Lindroos (davor Sänger bei
Norther) spielte eine überragende Show. Kaum eine Band schaffte es, das
Publikum so mitzureißen wie Ensiferum mit ihrem melodischen Death Metal. Wer das Festival bis zum Samstag Abend überlebt hatte, ließ es sich natürlich nicht nehmen, auch bei Danzig die natürlich auf der Mainstage spielten, im Nieselregen zu stehen. Sobald die Band, deren einzige Show in Deutschland auf dem Summerbeeze war, auf der Bühne stand, waren bei vielen der Regen und die Kälte vergessen. Sänger und Danzig- sowie Misfits-Gründer Glen Danzig, Gitarrist Tommy Victor, der mit seiner kabellosen Gitarre unermüdlich vom einen Bühnenrand zum anderen wanderte und das etwas erschöpft wirkende Publikum zu animieren versuchte, Jerry Montano am Bass und Drummer Bevan lieferten eine gute Show ab. Das ein bis zwei mal die Technik nicht mitspielte und Glen Danzig für einige Minuten wieder hinter der Bühne verschwand, war wohl nicht die Schuld der Band. Sie spielten Songs wie „Her black wings“, „Dirty Black Summer“ und natürlich der Klassiker „Mother“. Die allerletzte Band auf dem Summerbreeze Samstag Nacht waren Finntroll, eine Band, die in den letzten Jahren eine sehr schwere Zeit durchmachen musste; erst wurde beim Sänger Krebs diagnostiziert, dann starb der Gitarrist im Alter von nur 26 Jahren. Beim Summerbreeze erwiesen sie sich als würdiger Abschluss des Festivals. Schon während Danzig auf der Mainstage spielten, warteten auffällig viele Leute vor der Painstage auf die Finnen und irgendwie konnte man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass Finntroll sogar besser besucht war, als der Headliner. Sehr Schade war, dass die Jungs nachdem ihre Spielzeit um war, mitten im Lied abgewürgt wurden. (by: Beatrice Mussgnug - 09/2004) |
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----------- unitedpixel ist auf Mother Tongue erstmals 2003 aufmerksam geworden. Sie spielten damals auf dem Lott-Festival im Hunsrück und präsentierten sich sowohl musikalisch als auch personell als außergewöhnliche Band. Der Kontakt zur MOTHER TONGUE war durch die aufgeschlossene und kommunikative Art der Bandmitglieder, allen voran von Gitarrist Bryan Tulao, hergestellt und hatte nun schon über ein Jahr (mehr oder weniger sporadisch) Bestand. Und so hatten wir auf der zweiten Europatour in diesem Jahr, vor dem Konzert in Marburg, die Ehre mit der Band ein Gespräch führen zu dürfen. Als wir an diesem Freitagabend im KFZ, dem örtlichen Konzertclub mitten in der idyllischen Universitätsstadt, ankamen, war die Band gerade dabei den Soundcheck vorzubereiten. Die Vier machten einen entspannten Eindruck und wir wurden von allen sehr freundlich begrüßt. Die Jungs unterbrachen kurzerhand ihre Arbeit und wir setzten uns in lockerer Runde mit David Gould, Bryan Tulao, Sasha Popovic und Christian Leibfried zum Gespräch zusammen. unitedpixel:
„Wie läuft die Tour zur Zeit?“ Wir
schauen David, Sänger, Basser und Frontmann der Band, erwartungsfroh an.
Doch David, eigentlich ein sehr redseliger Mensch, scheint noch etwas Zeit
zu brauchen und gibt die Frage kurzerhand an seinen Kollegen Bryan weiter:
„Bryan, wie läuft denn deine Tour?“ unitedpixel: „Im Juli wart ihr schon 10 Tage unterwegs und nun im August seid ihr auch schon wieder 14 Tage ohne Pause auf Tour. Wie schafft ihr das?“ Dave: „Wenn wir auf Tour sind, leisten wir uns keine freien Tage. Wir sind eine ‚working class band’. Aber nach 5 Tagen merkt man doch schon die körperliche Anstrengungen. Eigentlich hätten wir dann eine Pause nötig. Doch wir brauchen halt das Geld. Aber nach dem 9./10. Konzert haben wir unseren Rhythmus gefunden und uns auch an das Tourleben gewöhnt. Ich hätte nur den Wunsch, die Städte in denen wir spielen, mir näher anzusehen. Aber dafür bleibt leider keine Zeit.“ unitedpixel: „Ihr spielt sehr oft und viel in Deutschland. Habt ihr eine besondere Beziehung zu Deutschland, zu den deutschen Fans?“ Dave: „Ich denke, dass wir ein ganz besonderes Verhältnis zu unseren deutschen Fans haben. Es ist unser erfolgreichstes Land. Hier haben wir durch die Fans den größten Erfolg. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir genießen diese Aufmerksamkeit uns gegenüber und das Interesse an unser Musik sehr.“ unitedpixel: „Was wir aus eigener Erfahrung gerne bestätigen können ist, dass ihr den Kontakt zu den Fans gerne sucht und auch aufrecht erhaltet. Ihr findet sogar die Zeit, um auf emails individuell zu antworten. Das ist sehr nett und auch erstaunlich.“ Bryan: „Ja, ich versuche jedem zu antworten; doch das kann allerdings auch mal ein paar Wochen dauern. Wir sind uns der Tatsache sehr gut bewusst, dass wir ohne unsere Fans nicht existieren würden. Wir als Band versuchen auch oft nach den Konzerten mit den Fans noch persönlich zu reden. Oftmals sind die Fans über diese Nähe erstaunt, weil sie es von anderen Musikern nicht gewohnt sind. Aber wir sind keine abgehobene Koks-nehmende und Orgien-feiernde Band.“ unitedpixel: „Ihr stammt aus den USA, aus Kalifornien. Tourt ihr auch in den Staaten?“ Bryan: „Nein, eher weniger. 1994 hatten wir mal eine Tour durch die USA als Supportband. Aber das machen wir nicht mehr. Wir spielen auch ganz selten in unserer Heimatstadt Los Angeles. Wenn wir dann aber mal in L. A. spielen, machen wir das um uns auf die kommende Tour vorzubereiten. Solche Konzerte in L. A. dienen uns auch, um neue Songs vorzustellen, und um sie live zu spielen, bevor wir ins Studio gehen. Auch um rauszufinden, wie die Fans auf die neuen Songs reagieren und ob und was noch verbessert werden kann. Aber das passiert nur so alle 6 Monate.“ unitedpixel: „Es ist ein neues Album von Mother Tongue angekündigt. Ihr seid mit eurer Musik sehr experimentell und beansprucht stilmäßig eine große Bandbreite. Wird das neue Album eine Fortführung des gewohnten Stils sein, oder kann man etwas Neues erwarten?“ Bryan: „Die Frage ist schwierig zu beantworten. Jede Platte ist etwas Neues. Jeder in der Band hat seinen eigenen, persönlichen Stil. Aber es finden sich nach wie vor Elemente aus Rock, etwas Psychidelisches, einige Heavy-Passagen sowie Funk- & Soul- und auch Blueselemente. Es ist nicht so, dass wir sagen, lasst uns einen Rocksong schreiben. Die Songs wachsen, sie entwickeln sich; meistens bei diversen ungezwungenen Jams. Dave und ich schreiben jeweils die Songs; wir liefern sozusagen das Grundgerüst. Dann wird die gesamte Band einbezogen und dabei verändert sich der Song oftmals wieder, weil die unterschiedlichen Stilrichtungen der einzelnen Bandmitglieder darin einfließen. Eine neu eingebaute oder veränderte Passage ergibt wiederum oft an anderer Stelle ein neues Stilelement. Auf dem neuen Album werden z. B. Songs veröffentlich, die sehr alt sind, aber noch nie live gespielt wurden und noch nie auf einer Platte erschienen sind. Es wird voraussichtlich eine Doppel-CD sein.“ unitedpixel:
„‚Now or never’ ist der Titel der aktuellen EP – Das klingt sehr
kompromisslos. Was bedeutet dies? Wie ernst ist dies gemeint?“ Bryan gibt die Frage an Dave weiter. Dave: „‚Now or never’ bezieht sich schon ganz stark auf unsere Band und unsere Situation. Wir sind momentan an einem Punkt angelangt, wo wir voran kommen wollen und auch müssen. Im Grunde ist es wörtlich gemeint – jetzt oder nie. Ich denke, dass wir mit der Band - wie jeder im Leben - unterschiedliche Phasen durchschreiten. Manchmal muss man sich entscheiden; eine Chance ergreifen oder mit der Verfolgung eines Zieles einfach aufhören. Für mich ist es eine sehr motivierende Aussage.“ unitedpixel:
„Euch wurde mal vorgeworfen, die kommerzielle Seite der Musik zu vernachlässigen.
Welchen Stellenwert hat der kommerzielle Erfolg heute für euch?“ Dave: „Grundsätzlich ist der Erfolg schon wichtig. Für uns sind aber nicht nur die Verkaufszahlen entscheidend. Dabei haben wir aber auch nicht die Einstellung, dass kommerzieller Erfolg etwas Schlechtes ist. Wir wollen mit unserer Musik einfach so viele Menschen erreichen wie möglich. Im Vergleich zu Bands, die sagen, dass es für sie überhaupt keine Rolle spielt, kommerziellen Erfolg zu haben, stehen wir durchaus dazu. Wir hatten über Jahre hinweg mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen; auch in kommerzieller Hinsicht. Wir möchten als Band, dass unsere Musik und die damit verbundene Botschaft viele Leute erreicht. Aber ich gehe nicht davon aus, dass wir jemals eine kommerziell sehr erfolgreiche Band werden.“ unitedpixel:
„Es hieß auch mal, dass ihr von Eurer Musik alleine nicht leben könnt.
Ist das immer noch so?“ Bryan: „Ja, leider können wir von unserer Musik noch nicht leben. Wir fahren nicht nach Hause in unserer Penthouse, um uns von der Tour zu erholen, sondern wir haben alle ganz normale Jobs neben der Musik. Wir nehmen Urlaub, um auf Tour gehen zu können.“ unitedpixel:
„Aber wie funktioniert das? Denn in den USA gibt es nur sehr wenige freie
Tage (Anmerkung von unitedpixel: so ca. 15 bis 25 Urlaubs- und Feiertage)“ Bryan: „Wir setzen schon jedes Mal mehr oder weniger unsere Jobs auf’s Spiel, um auf Tour gehen zu können. Einer unser Bandmitglieder meldete sich mal krank, um mit uns auf Tour gehen zu können. Er musste dann aber jeden Tag beim Arbeitgeber anrufen und so tun als wäre er zu Hause in L. A.“ Dave ergänzt: „Wir haben sehr großes Glück mit unseren Arbeitgebern, die gegenüber unserer Musik sehr viel Verständnis zeigen und unsere Aktivitäten durchaus unterstützen. Bryan: Ja, sie verstehen, dass unsere Musik die Leidenschaft unseres Lebens ist. Aber dennoch brauchen wir die Jobs, um unsere Existenz zu sichern, weil wir mit unserer Musik noch nicht genug verdienen.“ unitedpixel: „Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem deutschen Label NOISOLUTION?“ Dave: „NOISOLUTION ist nicht mehr unser Label ... Wir hatten den Vertrag für 2 Alben – ‚Streetlight’ und ‚Ghostnote’. Und zur Zeit haben wir kein Label. Wir werden uns um einen neuen Vertrag kümmern, wenn die Produktion bzw. Vermarktung der neuen CD beginnt.“ unitedpixel:
„Bryan, es kursieren einige merkwürdige Storys über den ‚Brown Wizard’.
Erzähl doch mal was es damit eigentlich auf sich hat.“ Bryan: (lacht) „Wer ist das? ... ‚The Brown Wizard’ ist nur mein Spitzname, den mir mein bester Freund mal gegeben hat, weil ich meinen Namen schon immer gehasst habe. Nichts gegen die Bryans dieser Welt, aber für mich beinhaltet der Name Bryan irgendwie die Essenz von Dummheit. Als kleiner Junge habe ich meine Eltern immer gefragt, warum habt ihr mich Bryan genannt, wie konntet ihr mir das antun. Und deshalb hatte ich schon immer Spitznamen. Aber es gibt Leute, selbst engere Freunde, die meinen richtigen Namen gar nicht kennen.“ unitedpixel:
„Und dein Nachname – Tulao – wo kommt der eigentlich her?“ Bryan: „Mein Vater kommt ursprünglich von den Philippinen.“ unitedpixel: „Eure Musik wird oft als „Psycho-Blues“ bezeichnet – trifft dies auch aus eurer Sicht zu oder wie bezeichnet ihr selber eure Musik?“ Bryan: „Ich weiß gar nicht, was Psycho-Blues sein soll.“ Dave mischt sich wieder ein: „Ich würde sagen, es ist mehr ‚Crazy-Jazz’.“ Bryan: „Das habe ich auch schon immer gedacht.“ Dave: „Nein, ich mag diesen Begriff ‚Psycho-Blues’. Ich weiß nicht warum, aber für mich hört sich das cool an. Ich liebe Blues. Und ich mag das Wort ‚Psycho’. Für mich beinhaltet dieser Begriff im positiven Sinne eine gewisse musikalische Aggressivität. Ein härterer, schnellerer Jimi Hendrix-Sound. Der Begriff gefällt mir wesentlich besser, als ‚Soft-Rock’, wie manche Leute unsere Musik auch bezeichnen.“ unitedpixel: „Bryan, Du bist wie auch Dave mehrfach tätowiert. Haben die einzelnen Tattoos eine Geschichte/eine Bedeutung?“ Bryan antwortet mit einem verschmitzten Lächeln: „Ehrlich gesagt, eigentlich sind wir gar nicht tätowiert. Wir ziehen uns nur bedruckte T-Shirts an, das es so aussieht.“ Dave meint ironisch: „Als Bryan in die Band kam und ich seine Tattoos sah, war mir klar: das ist unser Mann. Die Frauen werden voll auf ihn und seine Tattoos abfahren. (Bryan lacht). Und da dachte ich bei mir, Hey, ich brauche auch solche Tattoos. Weil, dieser Typ zieht die Frauen an. Und wenn dann noch dazu der Gittarist ohne Shirt spielt, sieht er wie ein griechischer Athlet aus. Und ich sagte zu mir selbst, ich will so sein wie er.“ unitedpixel: „Wie geht’s nach dieser Tour mit MOTHER TONGUE erst mal weiter?“ Bryan: „Wahrscheinlich werden wir noch mal einige Konzerte in L. A. geben, um uns damit, wie schon erwähnt, auf die kommenden Studioarbeiten zum neuen Album vorzubereiten. Wir werden die neuen Songs z. T. live vorstellen – obwohl wir schon einige neue Songs auf dieser Tour live gespielt haben.“(by: Vera Neumann, Dietmar Schäfer - 08/2004) ----------- Nachdem MOTHER TONGUE bereits u. a. in Hamburg, München und auch Amsterdam ihre Fans zu einem Psycho-Blues-Abend eingeladen hatte, waren die „Californier Dream Boys“ am heutigen Freitag Abend nun auch in dem beschaulichen Universitätsstädtchen Marburg zu Gast - und das aufgrund des großen Publikumsinteresse schon zum dritten Mal. In dem restlos ausverkauften KFZ hatten sich die Mother Tongue-Junkies (und solche, die es noch werden wollten) eingefunden und warteten auf ein abwechslungsreiches und energiegeladenes Event.
Nach dem
Motto ‚Back to the roots’ ging’s bei diesem Konzertabend mit
“In the Night time” gleich richtig los. David
Gould – Bass u. Gesang, Bryan
Tulao – Gitarre u. Gesang,
Sasha Popovic – Schlagzeug sowie Christian
Leibfried – Gitarre u. Gesang brachten die 350 Besucher auch ohne
Supportband schnell in Stimmung. Es folgten Hits wie z. B. “Crumble”,
„The Void“ und „Casper“. Dabei ist das langjährige Zusammenspiel
der vier Amerikaner so
(by: Vera Neumann, Dietmar Schäfer - 08/2004) Eine kleine Fotoserie vom Konzert findet ihr hier. |
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Das Lott-Festival, oder wie eingefleischte Wiederholungsbesucher sagen - „die Lott“, fand in diesem Jahr bereits zum 28. (!) Mal statt. Ich fand allerdings zum ersten Mal den Weg nach Raversbeuren, dem kleinen Hunsrückdörfchen in der Nähe des Flugplatzes Hahn. Wettermäßig waren wir in diesem Jahr bislang ja nicht unbedingt verwöhnt gewesen. Und weil das Wetter in dieser letzten Juli-Woche dann doch so genial wurde und die Wetterfrösche mindestens bis zum Wochenende Sonne satt vorhersagten, fuhren wir bereits am Donnerstag Abend in den Hunsrück, um das Festival von Anbeginn zu erleben und ein paar schöne Tage zu verbringen. Durch unsere frühe Ankunft hatten wir noch fast die freie Platzauswahl, und konnten unseren Camper einigermaßen eben abstellen. Zelte und Wohnmobile wurden auf dem Gelände mehr oder weniger konsequent getrennt. Die Campingwiese lag direkt im Anschluss an das Festivalgelände und gestattete der ersten Zeltreihe einen Logenplatz - und Dauerbeschallung bis spät in die Nacht. Die Wohnmobilisten, deren Wiese größtenteils auch nicht viel ebener war, mussten zwar ein paar Meter gehen, dafür lag sie aber nicht im direkten Schallbereich der Bühne.
Weiter im Programm ging’s mit VIRGINA JETZT! Die Band, die mit „Gitarrenpop mit deutschen Texten“ vom Veranstalter angekündigt wurde, machte mich neugierig, da dieser Name in den Festivalkalendern dieses Sommers oft genannt wurde. ‚Gitarrenpop’ war ja durch Bands wie Muff Potter, Mia, Wir sind Helden oder auch Sportfreunde Stiller momentan sehr angesagt. Zwar setzten sich VIRGINIA JETZT! erfreulicherweise von diesen Bands dadurch ab, dass der bzw. die Sänger auch tatsächlich singen konnte/n. Doch war deren Musik mehr als seicht – irgendwie mächtig weichgespült. Und alles hörte sich auch ähnlich an. Zeitweise fragte ich mich, ob das hier eine Schlagerparade sein sollte; Langeweile machte sich breit. Auch die ausschweifenden Kommentare und überflüssigen Ansagen zwischen den Songs hätten sich die Jungs besser verkniffen. Der Höhepunkt des Auftrittes - wenn auch nur aus geographischer Sicht: Der Gitarrist steigt für ein paar Akkorde auf’s Keyboard – wohl ein echter Rock’n Roller. Die Enttäuschung eines Zuschauers brachte dieser zum Ausdruck, indem er aus einer der vorderen Reihen mitten im Song den Inhalt einer vollen Wasserflasche auf den Sänger schleuderte. So richtig glücklich war der Sänger darüber dann auch nicht. Lediglich bei der Zugabe, die dann doch einige Fans forderten, kam mit den neuen Songs des anstehenden Albums ein bisschen Abwechslung; doch leider zu spät und einfach zu wenig. Mittlerweile war es auf der Festivalwiese auch richtig voll geworden. Wieder gab es eine musikalische Stiländerung. SHARRIE WILLIAMS & THE WISEGUYS fanden dann bei einer größeren Zuschauermenge wieder verstärkt Zuspruch. Mit Soul, Blues und Funk heizte die afroamerikanische, schwergewichtige Sängerin mit ihrer brillanten und kraftvollen Stimme mächtig ein. Eindrucksvoll auch hier: der Keyboarder, der scheinbar aus jeder Lage und Stellung sein Tasteninstrument beherrscht. Mittlerweile waren es schon 2:00 Uhr und die letzte Band MEGAPEARLS stand noch aus. Doch wir hatten für den ersten Festivaltag genug und verzichteten auf die Electrocombo aus Mannheim. Wir traten den Rückzug an und legten uns ab.
Das Programm am Samstag startete bereits um 13:00 Uhr. Nach dem Motto ‚freie Bühne’ wurde hier den Nachwuchsbands aus der Region die Möglichkeit geboten, vor einem größeren Publikum aufzutreten. Den Anfang machten KEIN PLAN. Nun was soll ich sagen? – Also, mir bluteten die Ohren. Klar, die Erwartungen an junge Bands sind eingeschränkt und die Toleranzgrenze senkt man dementsprechend auch gerne ab. Doch was KEIN PLAN insbesondere mit dem Gesang da zum Besten gab, war echt erschreckend! Im Anschluss spielten dann noch RED FUSE (Rock), MARY GREENWOOD (Rock) sowie KLAUS DER GEIGER (Straßenmusik) und COWBOYS ON DOPE (Country Rock). Allerdings zogen wir es vor, den Nachmittag auf dem Campingplatz zu verbringen – obwohl ich mir COWBOYS ON DOPE alleine schon wegen des Namens gerne angesehen hätte. Das Hauptprogramm startete am Abend mit ME AND CASSITY (Akkustik-Pop). Wir schafften es dann aber doch erst zu GOOZE FLESH (Mainstream Rock-Pop), da wir noch in aller Ruhe gegrillt hatten. Die Band war zwar technisch sehr gut, doch musikalisch nix Besonderes - gute Hintergrundmusik. Der Hauptact des Abends, zumindest was die Publikumsreaktionen betraf, waren PANTEON ROCOCO aus Mexico. Das Publikum ging mächtig ab; die Leute vor der Bühne hüpften unaufhörlich und begeistert im Takt; die Arme hielten nicht still. Nicht weniger als 12 (in Worten: zwölf) Musiker – vielleicht waren es auch zeitweise etwas mehr, aber der leckere Fruchtwein zeigte zwischenzeitlich sehr deutlich seine Wirkung – zeigten, dass auch Ska mit südamerikanischen Einflüssen ohne weiteres die Leute mitreißen kann. Und das ging sogar soweit, dass sich einige Leute das Stagediving nicht nehmen lassen wollten. Zu fortgeschrittener Stunde wurde es mit ALTERNATIVE ALLSTARS wieder übersichtlicher auf der Bühne. Die 3 Jungs lieferten soliden und einwandfreien Rock, schafften es aber nach PANTEON ROCOCO leider nicht, die Stimmung der Leute auf dem erreichten Niveau zu halten. Auf die dann folgenden Bands haben wir wieder verzichtet. So mussten NO JAZZ und KAGERMANN & FRIENDS, die bis spät in die Nacht spielten, ohne uns auskommen. Aber es waren ja noch genug andere Besucher da. Der Sonntag gestaltete sich dann zum reinen Familientag. In der Mittagszeit spielten die CRAZY CRIZZY & THE CRIZZLY BEERS ein Rock’n Roll-Brunch, während wir uns auf der Festivalwiese ein Plätzchen im Schatten suchten.
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Die Kleidung dem Wetter entsprechend auszusuchen war an diesem Wochenende zum Teil aber etwas schwierig. Knallte am Samstag Nachmittag die Sonne unbarmherzig vom Himmel und ließ insbesondere die Latexfraktion entsetzlich in Ihren Kostümen schwitzen, ergoss sich am Abend ein heftiger Schauer mit orkanartigen Windböen über die Loreley, so dass manch' toupierte Frisur sich erst mal verabschiedete. Auch ein Verkaufsstand hat diesen Sturm nicht überlebt; das Rohrgestänge knickte ein – und das war’s dann leider gewesen. Doch war es ja kein Kostümfest, sondern immer noch ein Musikfestival - wenn auch eines der anderen Art. So begann das Wochenendprogramm am Freitag Abend mit einem Newcomercontest, den die Schweizer Band METALSPÜRHUNDE für sich entscheiden konnten. Und das sogar mit der schwierigen Aufgabe als Opener des gesamten Festivals!
Positiv auch und bei Open-Air-Veranstaltungen dieser Größe nicht immer selbstverständlich: Die Camping- und Parkplätze lagen in unmittelbarer Festivalnähe und waren auf relativ kurzem Weg schnell erreichbar. Auch der Veranstalter war mit dem Festival insgesamt und im Besonderen mit der Location sehr zufrieden. So wurde die Absicht geäußert, dass man auch 2005 mit dem ZILLO wieder zur Loreley kommen möchte. Und von folgenden Bands gibt es jeweils auch eine kleine Fotoserie vom ZILLO 2004 SUICIDE
COMMANDO - BLUTENGEL
- LONDON
AFTER MIDNIGHT
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Hatte das 98er-er Album POWERTRIP mit mehreren Hammer-Songs wie z. B. CROP CIRCLE und natürlich SPACE LORD noch Maßstäbe gesetzt und sicherlich einen Glanzpunkt in der Karriere von MONSTER MAGNET eingefahren, war die nachfolgende Veröffentlichung GOD SAYS NO (die GREATEST HITS-Scheibe lassen wir hier mal außen vor) für Monster Magnet- und Hard Rock-Fans nicht gerade das gelbe vom Ei. Umso gespannter waren die Fans nach langer Wartezeit auf das neueste Album MONOLITHIC BABY und die entsprechende Tour. Zwar war MONSTER MAGNET bereits im März diesen Jahres in Deutschland mit den neuen Songs unterwegs, doch stand diesmal eine kleine Serie von 5 Clubkonzerten an. Den Anfang machte hier der metal- und rockerprobte Schlachthof in Wiesbaden. Aufgrund der guten Resonanz von der vorausgegangenen Tour war das Konzert auch ziemlich schnell ausverkauft und die Fans in entsprechender Vorfreude. Kamen die Leute wohl ausschließlich wegen den US-Rockern um Dave WYNDORF zum Schlachthof, war es dann doch schade, dass der angekündigte Support von PRIMEsth nicht stattfand. Irgendwie hatte es da wohl ein paar Missverständnisse gegeben; auf dem Plakat waren sie jedenfalls angekündigt. Da laut Veranstalter in der Kürze der Zeit kein angemessener Ersatz gefunden werden konnte, versuchte man die Leute mit Konservenmusik in Konzertlaune zu bringen und auf MONSTER MAGNET einzustimmen.
THIRD ALTERNATIVE ist dann der letzte Song des Hauptblocks. Die Jungs ließen sich aber nicht zu lange bitten, wieder zurück auf die Bühne zu kommen. Sie drehten noch mal auf. Der nächste und überraschenderweise zugleich auch der allerletzter Song – aber immerhin noch ein kleines Highlight - war dann CROP CIRCLE (POWERTRIP). Doch die Fans wollten - verständlicherweise - nicht glauben, dass nach nur 75 Minuten Schluss sein soll. Da halfen auch die lautesten Zugaberufe und das heftigste Pfeifen nichts mehr, die Band blieb verschwunden und SPACE LORD ungespielt. Fazit: MONSTER MAGNET und allen voran Dave Wyndorf legten sich an diesem Montagabend wieder mächtig ins Zeug. Doch die Songauswahl hätte sicherlich etwas publikumsgerechter ausfallen können. Die erwarteten Hardcore-Hits blieben diesmal in der Tasche. Der Sound war nicht so toll und dazu noch verdammt laut; die Lightshow mit einem Mischmasch aus weitestgehend gelblich-rotem Dauerlicht – hin und wieder mit einem Strobolicht aufgepeppt – hätte auch besser arrangiert werden können. Hinsichtlich Location und Parkplatzangebot ist der Schlachthof in Wiesbaden aber eine ideale Venue. Auch die Getränkepreise sind hier noch absolut fair.
Playlist: Eine kleine Fotoserie vom Konzert findet ihr hier. |
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Vom 4.
bis 6. Juni 2004 durfte auf dem Nürburgring wieder gerockt werden. Bereits
zum 18. Mal wurde damit auf der Rennstrecke in der Eifel ein Open
Air-Festival der Superlative präsentiert. Auf drei Bühnen bot die Marek
Lieberberg Konzertagentur in diesem Jahr mit weit über 70 Bands für fast
jeden Rockinteressierten eine ansprechende musikalische Zusammenstellung an
nationalen und internationalen Stars. So hat auch der Veranstalter das
letztjährige Konzept beibehalten und auch dieses Jahr verstärkt auf zum
Teil richtig heftige Rockmusik gesetzt.
Begann der Freitag Nachmittag zum Festivalauftakt recht feucht, hielt sich das Wetter für Nürburgringverhältnisse über die drei Tage aber erfreulicherweise recht stabil. Mit lediglich zwei/drei kleinen Schauer bzw. Nieselregen kamen die Ringrocker wettermäßig noch glimpflich davon. Am Sonntag kam sogar die Sonne doch noch raus und ermöglichte damit noch schnell den besten Festivalabschluss, den man sich vom Wetter hätte wünschen können. Die Polizeikräfte und die Festivalorganisatoren waren mit dem Ablauf und insbesondere mit den Besuchern sehr zufrieden. Es gab nur wenig Stress mit den insgesamt 65.000 Musikfans. Die Leute waren bis auf ganz wenige Ausnahmen sehr entspannt und freundlich unterwegs. Erneut sah man sich bestätigt - auch wenn es etwas umständlich ist, dass sich die Trennung von Zelt und Auto bewährt und dies sicherheitstechnisch einen großen Gewinn darstellt. Auch stand in diesem Jahr erstmals die Nordschleife als Zelt- und Parkraum nicht zur Verfügung, da am darauffolgenden Wochenende bereits das legendäre 24-Stunden-Rennen auf dem Ring stattfinden sollte. Der Termin für ROCK AM RING 2005 steht laut Veranstalter Marek Lieberberg noch nicht fest. Doch möchte er jetzt am liebsten generell am ersten Juni-Wochenende das Event stattfinden lassen. Also, den Termin solltet Ihr euch für nächstes Jahr schon mal frei halten.
Und von folgenden Bands gibt es jeweils auch eine kleine Fotoserie vom RING H-BLOCKX -
MACHINE HEAD
- MOTÖRHEAD -
EVANESCENCE |
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----------- Vor dem Konzert im Schlachthof Wiesbaden hatte unitedpixel die Möglichkeit, mit Danko Jones ein kurzes Interview zu führen. Zeigte sich Mr. Jones zu Beginn eher etwas zurückhaltend, taute er nach den ersten Sätzen doch recht schnell auf und präsentierte sich als aufgeschlossener und sympathischer Gesprächspartner. unitedpixel: Ihr wart mittlerweile schon oft in Deutschland unterwegs und es scheint, dass ihr auch gerne hier spielt. Danko: Ja, wir haben mittlerweile eine ganze Menge Shows in Deutschland gespielt. Und wir spielen auch gerne hier, weil die deutschen Shows ziemlich gut organisiert sind. Da hat sich auch schon der ein oder andere private Kontakt entwickelt. Wir haben z. B. Freunde in Berlin. unitedpixel: Was denkt ihr über die deutschen Fans? Danko:
Ja, (lacht) die Deutschen sind schon ganz schön abgedreht. Ich erinnere
mich noch oft an die Show in Köln letztes Jahr (Anmerkung von unitedpixel:
im Gebäude 9). Da sind die Leute richtig abgegangen; es war schon verrückt.
(Danko-Originalton: „It was a fucking madhouse“) unitedpixel: Wer schreibt die Texte in eurem Trio? Danko: Die Texte kommen von mir. In Gedanken arbeite ich mehr oder wenig ständig daran und versuche oft und lange, die richtigen Worte zu finden, um meine Botschaft verständlich zu machen. Die Musik entwickeln wir dann gemeinsam und achten darauf, dass zwischen den Texten und dem Sound eine Brücke entsteht. Es ist mir auch wichtig, dass mein Gesang – egal ob auf CD oder live – gut verständlich ist und die Leute verstehen, was ich sagen möchte. Denn es ist auch oft so, dass die Besucher unserer Konzerte unsere Musik vorher gar nicht kennen und alleine durch Mundpropaganda ihrer Freunde zu unseren Shows kommen. unitedpixel: In ‚Sound of Love’ heißt es “you find true love with a woman not a girl …” Was macht für dich eine FRAU aus? Danko: Eine Frau sollte ehrlich und aufrichtig sein; sie sollte Selbstbewusstsein und eine gewisse Attraktivität und Ausstrahlung haben. unitedpixel: Gibt es zurzeit irgendwelche neuen musikalischen Projekte? Danko: Ja, wir arbeiten an einem neuen Album, welches im Sommer fertig sein soll. Außerdem wird es eine DVD und ein neues Video geben. Zur DVD haben schon einiges Material zusammen, müssen dies aber zum Teil noch auswerten; sie wird voraussichtlich 2005 auf den Markt kommen. Wir wollen da nichts überstürzen. Ich möchte, dass es so wird, wie ich es mir selber kaufen würde. Es wird einen dokumentatorischen Teil geben, und es werden Livemitschnitte und einige Backstage-Szenen zu sehen sein. unitedpixel: Die letzten zwei Jahre wart ihr fast ausschließlich auf Tour. Ist es nicht langsam ermüdend und langweilig? Danko: Ja, das war schon mächtig anstrengend. Nach der letzten Tour hatten wir zwei Monate Pause und waren vorher das ganze Jahr sehr viel unterwegs. Dabei haben wir oft jeden Tag der Woche eine Show gespielt. Auf dieser Tour gönnen wir uns mehr Zeit zum Relaxen. Aber wir lieben es trotzdem, ständig unterwegs zu sein, und unsere Musik zu machen. Langweilig wird es nie. unitedpixel: Wie schöpfst du neue Kraft bei so einer anstrengenden Tour, wie lädst du deinen Akku wieder auf? Danko: Ja, es ist nicht nur anstrengend, wenn du auf der Tour mit vielen Leuten oft auf engem Raum unterwegs bist, sondern manchmal auch nervig. Wenn ich mich vom Tourstress erholen will und ein bisschen Abstand brauche, dann suche ich einfach nur die Einsamkeit – wenn auch nur für eine kurze Zeit. unitedpixel: Ihr spielt demnächst auch in Australien. Warst du schon mal dort? Danko: Nein, bislang noch nicht. Aber ich freue mich schon auf die Tour. Wir haben dort ein gutes Label gefunden, die uns eine kleine aber interessante Tour organisieren. unitedpixel: Vielen Dank für das interessante und angenehme Gespräch. Danko: Vielen Dank, sehr gerne. (Das Gespräch führte Vera Neumann)
--------- Nachdem die Londoner ROOLETTES und die LA-Punkrocker THE BRONX an diesem Samstag das musikalische Reigen im Schlachthof Wiesbaden eröffnet hatten, kam kurz vor 22:00 Uhr DANKO JONES als Topact auf die Bühne. Und darauf hatten die Leute schon sehnsüchtig gewartet und begrüßten das kanadische Trio mit Namensgeber und Frontmann Danko Jones mit einem heftigen Applaus.
Doch mit WE SWEAT BLOOD als Opener rockten DANKO JONES in dieser Show gleich richtig los und zeigten den Leuten, wo es an diesem Abend musikalisch hingeht. Von 0 auf 110 in 10 Sekunden. Die Power, mit der das Konzert los ging blieb durchgängig bis zum Schluss auf hohem Niveau. Druckvoll und energiegeladen rockten DANKO JONES den Putz von der Wand - die Halle bebte, die Menge tobte und feierte die Band dankbar ab. Damon Richardson an den Drums schafft es dabei als Erster, sein Hemd nach nur wenigen Songs komplett durchzuschwitzen; dicht gefolgt von Danko Jones.
Nach 16 satten Songs hatte Danko Jones einiges aus seinem Leben ‚erzählt’. Aber das war noch nicht alles. Nach einer kurzen Pause kam das Trio für die Zugaben zurück auf die Bühne. Bei THE CROSS schrie sich Danko dann nochmals fast die Seele aus dem Leib. Die solide und mitreißende Show mit der musikalisch rasanten Achterbahnfahrt beendeten DANKO JONES nach ca. anderthalb Stunden sinngemäß mit GET OUTA TOWN und verließen unspektakulär, und ohne dass sie sich großartig feiern ließen, die Bühne. Playlist: WE
SWEAT BLOOD Die kleine Fotoserie von DANKO JONES gibt es in der Galerie oder direkt hier. Ein Bandporträt zur Band gibt's hier. Und wer noch mehr über die Band erfahren möchte findet weitere Infos unter www.dankojones.com oder der deutschen Fanseite www.dankojones.de. |
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SKEW
SISKIN |
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Diesmal übernahmen sie mit der Vorstellung ihres gleichnamigen und neuesten Albums den Support von Hammerröhre Nina C. Alice mit ihrer Band SKEW SISKIN.
Aber gewohnt professionell und motiviert spielte die Metal-Kapelle ein 45-minütiges knackiges Set, das keine musikalischen Wünsche nach klarem Rock'n Roll und geradlinigem Heavy Metal offen ließ. Nach einem guten Dutzend Songs räumten GUN BARREL das 'Schlachtfeld' und hinterließen wieder einen guten Eindruck. Nach diesem Gig in Andernach ging’s für die Band weiter in die Türkei. Auch stand u. a. noch Italien und auf ihrem Tourneeplan. Gegen 21:15 Uhr betraten die Wahl-Berliner SKEW SISKIN die JUZ-Bühne und erwiesen damit den Andernachern die Ehre, bei der exklusiven Toureröffnung dabei sein zu können.
SKEW SISKIN präsentierte an diesem Abend im JUZ ihre Musik als eindrucksvolle Mischung aus beinhartem und energiegeladenem Rock’n Roll; mal ein bisschen frech, mal ein bisschen rau und vor allem laut. Dabei performten SKEW SISKIN ihre Songs in erster Linie aber wild und rockig und dank der attraktiven Sängerin auch irgendwie heiß. Es ging richtig ab – und viele Zuschauer dankten es ihnen mit vollem körperlichen Einsatz. Aber auch ruhige Nummern waren dabei und ergänzten das Programm in angenehmer Weise.
Um 23:15 Uhr war die wirklich geniale Show zu Ende. Und eines kann man ganz klar sagen: Wer SKEW SISKIN noch nicht gesehen hat, hat definitiv etwas verpasst! Die Fotoserie zum Konzert gibt es unter GUN BARREL und SKEW SISKIN. |
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TIERRA
SANTA |
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Zur 'Spanischen Nacht’ hatte der JUZ Live Club in Andernach an diesem Samstag geladen. Doch wer hier Flamenco oder ähnliches erwartete, wurde möglicherweise herb enttäuscht. Die spanischen Metalbands EASY RIDER und TIERRA SANTA besuchten die Andernacher auf ihrer Deutschland-Tour.
Mit melodisch-progressivem Powermetal und den entsprechenden klassisch-modernen Soundelementen überzeugten Jose Villanueva (Bass), Daniel Castellanos (Guitar), Javier Villanueva (Guitar, Vocals 1992-1996), der US-Amerikaner Ron Finn (Vocals) und Rafa Diaz (Drums) von Anbeginn. Dabei machten sie einen musikalischen Streifzug durch ihre mittlerweile fünf Alben und boten eine druckvolle und energiegeladene Vorstellung. Besonders gut hat mir der Sänger Ron Finn mit seiner durchdringenden Stimme gefallen. Leider dauerte die Show von EASY RIDER nur gut eine Stunde; da hätte es ruhig etwas mehr sein dürfen. Nach einer Pause kam einer der Top-Acts, wenn nicht sogar DER Top-Act der spanischen Metal-Szene auf die Bühne - TIERRA SANTA (heiliges Land).
Nach 90 Minuten und ein paar Zugaben war die ‚musikalische Darbietung’ und der Streifzug durch den spanischen Heavy Metal dann auch schon zu Ende. Schade, dass an diesem Abend nur knapp 100 Zuschauer den Weg ins JUZ gefunden hatten. Aber dennoch ... Muchas gracias, Senores ... und ... Hasta la Vista! Die kleinen Fotoserien vom Konzert findet Ihr unter EASY RIDER und TIERRA SANTA. |
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RAGE |
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Bereits
um 18:30 Uhr stehen die ersten RAGE-Fans vor den noch verschlossenen Türen
des JUZ Live Clubs in Andernach. Aber sie tun gut daran zeitig dort zu
sein. Denn bereits über 500 Eintrittskarten waren im Vorverkauf weggegangen
und der Laden damit schon fast ausverkauft! Schließlich wissen die Fans,
dass sie anlässlich des 20. Jahresjubiläums von RAGE etwas Besonders
geboten bekommen würden.
Leider
macht in der Hälfte des Sets die Stimme von Peavy nicht mehr richtig mit.
Eine Erkältung macht ihm sehr zu schaffen; und bei den hohen Tonlagen
bricht ihm seine Stimme immer wieder weg. Aber der hervorragenden Stimmung
im Saal tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil, die Fans legen sich mächtig
ins Zeug und unterstützten den sympathischen Sänger immer wieder lautstark
bei den Hymnen. Und da von diesem Abend auch Liveaufnahmen gemacht wurden, fällt
der Einsatz und auch der Applaus sowieso etwas heftiger als normal aus.
Weitere Infos zu den Bands findet ihr unter: www.rage-on.de. Die kleine Fotoserie gibt es hier. |
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GRAVE
DIGGER, |
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Den diesjährigen Konzertauftakt im JUZ Live Club Andernach machten SYMPHORCE, WIZARD und GRAVE DIGGER als Headliner zu einem teutonischen Metalfest. Und für über 400 Besucher war dies auch eine äußerst gelungene Eröffnung der Konzertsaison 2004.
So wurde im JUZ Live Club Andernach mal wieder bewiesen: Metal rules! Weitere Infos zu den Bands findet ihr unter:
www.grave-digger.de,
www.legion-of-doom.de
und www.symphorce.de. |
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DORO,
BLAZE und EPICA |
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Die letzte
Veranstaltung in 2003 im JUZ Live Club Andernach sollte noch mal ein
Jahreshöhepunkt in der regionalen Rock- und Metalszene werden. So luden die
Verantwortlichen des Clubs EPICA, BLAZE und DORO ein, und
verteidigten damit erfolgreich ihre Spitzenposition als Konzertveranstalter
im Großraum Koblenz. Und der Besuch von über 500 Besuchern zeigte, dass
Dieter Schwagerus und Thomas Schmidt mit ihrem Konzept auf dem richtigen Weg
sind.
Weitere Infos
findet ihr unter:
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18.
Weihnachtsrockfestival mit PAST, MOTHER'S FINEST und SAGA |
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Bereits
zum 18. Mal fand am vergangenen Samstag das alljährliche Bendorfer
Weihnachtsrockfestival statt. Und da die Rock-Fans mittlerweile wissen,
dass es sich hierbei um ein professionell organisiertes Event handelt und
mit der Bendorfer Band PAST, mit MOTHERS FINEST und SAGA um ein überaus
interessantes Line-Up geboten wurde, war die Sporthalle des
Wilhelm-Remy-Gymnasiums schnell ausverkauft.
Ein
prägendes Soundelement bei SAGA kommt vom Keyboard bzw. Synthesizer - und
da haben die Herren gleich 9 Stück mitgebracht; wobei der Bassist und der
Sänger hin und wieder ebenfalls die Tasten bedienten. Dabei versteht es die
Band in unnachahmlicher Weise die Keyboard- und Gitarrenklänge in idealer
Weise miteinander zu verbinden.Auch einig Mitglieder des SAGA-Fanclubs Deutschland waren mal wieder beim Konzert 'ihrer Band' dabei. Einigen von ihnen scheuten auch nicht die Anreise aus Kiel und München. Klar dass sie gleich die erste Reihe im Zuschauerraum einnahmen und jede Textzeile mitsingen konnten. (www.saga-fans.org) Mit dem Refrain von "Don't be later" als letzter Zugabesong im Ohr konnten die ca. 2.000 Besucher das 18. Bendorfer Weihnachtsrockfestival ausklingen lassen. Wer SAGA ebenfalls einmal live erleben möchte, muss nun leider wieder bis Herbst 2004 warten. Dann startet die nächste Tour. So ging ein hervorragendes Rockfestival mit ideal ausgewähltem Line-Up zu Ende. Erstklassisch war auch die Lightshow. Mit außergewöhnlichen Effekt- und Laservarianten wurden die Shows der Bands auch lichttechnisch aufs Beste unterstützt. Und damit auch die Leute in den letzten Reihen das Live-Feeling genießen konnten, standen dem Publikum zwei Videoleinwände zur Verfügung. Alles in allem ein überaus gelungenes Festival, an dem sich auch die großen Veranstalter aus Köln, Düsseldorf und Frankfurt durchaus ein Beispiel nehmen können. Man darf gespannt sein, was den Rockfans beim 19. Weihnachtsrockfestival 2004 geboten wird. Die einzelnen Fotoserien finden sich unter PAST, MOTHER'S FINEST bzw. SAGA. |
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Die Stimmung im Zuschauerraum war bereits nach den ersten Tönen auf hohem Niveau. Angeheizt wurden die Fans dabei nicht nur von etlichen Hits des aktuellen Silberlings ‚The long road’ und dessen Vorgänger ‚Silver side up’ sondern auch von einer imposanten Feuerwand, die immer mal wieder meterhoch aus der Bühnendeko hervorschoss. Möglicherweise war das auch mit der Grund, weshalb sich einige weibliche Besucher ihrer BHs entledigten und diese - vielleicht mit einem stillen Wunsch versehen - auf die Bühne dem Frontmann entgegenschleuderten. Jedenfalls konnte sich Chad Kroeger über eine mangelnde textile Ausbeute an diesem Abend nicht beklagen - wenn er auch nicht unbedingt selbst dafür Verwendung hat. Die lange Wartezeit einiger Fans, die sich zum Teil bis zu 3,5 Stunden vor offiziellem Einlass vor der Philipshalle versammelten, hatte sich nicht nur wegen des Musikerlebnisses gelohnt. Denn die ersten Zuschauerreihen bekamen eine Statistenrolle für das neue Nickelback-Video und wurden dafür von Herrn Kroeger zum 'Freaking out' aufgefordert. Aber das hätten sie auch sowieso gemacht. Dabei übernahm der charismatische Sänger mit seiner Handycam in der einen Hand und dem Mikrofon in der anderen zeitweise selbst die Rolle des Kameramannes; den Rest erledigte der mitgebrachte Profi.
Den Song, auf den die 5.500 Fans in der Philipshalle die ganze Zeit gewartet hatten, behielten sich die Kanadier bis zum Schluss auf. Mit dem Refrain von „How you remind me“ im Ohr gingen die Nickelback-Enthusiasten mit dem Gefühl ein grandioses Konzert gesehen zu haben nach Hause. Die kleine Fotoserie vom Konzert findet Ihr in der Fotogalerie oder hier. |
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6.
Nörr Open Air mit |
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„Umsonst und draußen“ waren die Zauberwörter. Und wenn ein solches Festival noch an einem herrlichen Sommertag stattfindet und das Programm für jeden etwas zu bieten hat, dann ist der Erfolg vorprogrammiert. Auch in diesem Jahr haben sich die Eitelborner Freunde der Rockmusik, der Verein ‚Nörr-Kult’, nicht lumpen lassen und in ihrer Freizeit ein Open-Air-Festival organisiert, das seinesgleichen sucht. Bemerkenswert dabei ist, dass die Veranstaltung mit Hilfe vieler lokaler Sponsoren und insbesondere dem Kultursommer Rheinland-Pfalz finanziert wurde und dadurch auf dem Waldsportplatz am Nörrberg freier Eintritt geboten werden konnte. Der Auftakt des Festivaltages wurde familiengerecht gestaltet. So gab’s für die Kleinen eine Vorstellung des Figurentheaters Tops; eine Riesenrutsche und Eselreiten mit Kutschfahrten rundeten das Programm für die jüngsten Besucher ab. Den musikalischen Auftakt an diesem herrlichen Sommertag macht DANIEL aus Koblenz. Nachdem Daniel bereits Erfahrung bei diversen Projekten gesammelt hat, stellte er nun sein Solo-Projekt vor und präsentierte mit seiner balladenlastigen Musik abseits ausgetretener Pfade seine neuesten Eigenkompositionen.
Mit OSYRIS erfolgte dann ein deutlicher Wechsel der Stilrichtung. Heavy Metal war angesagt, und die ersten Headbanger trauten sich zur progressiven Musik vor die Bühne. Den Gig beim Nörr Open Air hatte sich OSYRIS mit dem ersten Platz beim Metal-Contest im Tenne-Treff in Hamm erspielt. Sie sicherten sich damit den Titel der besten Live-Band. Diese eranstaltung wurde von keinem geringeren als vom RAGE-Gitarristen Victor Smolski persönlich initiiert. Außerdem hatten die Jungs dadurch auch einen zweitägigen Studioaufenthalt gewonnen.
Mit der Erfahrung von großen Festivals wie Bizarre und Rock am Ring kamen HANS aus Köln in den Westerwald. Im Gepäck hatten sie ein energiegeladenes und facettenreiches Feuerwerk aus Alternative Rock mit Crossover- und Nu-Metal-Elementen. Mit groovigen Beats und und wilden Breaks verteidigten HANS den Ruf, eine der agilsten Live-Bands des Rheinlandes zu sein. Mit diesem Konzert konnten die Jungs sicher ihren Fankreis erneut erweitern.
Alles in allem eine absolut geniale Veranstaltung; wenngleich sich der ein oder andere Zuschauer eine etwas homogenere Zusammenstellung der Bands und der Musikrichtung gewünscht hätte. Hervorragend war auch das Speisen- und Getränkeangebot, das zu fairen Preisen angeboten wurde. Ein Lob an die Organisatoren, die mit viel Idealismus und Einsatzbereitschaft ein solches Event auf die Beine stellten. Den Termin für nächstes Jahr Ende August sollte man sich unbedingt schon mal vormerken. Genaue Informationen sind zu gegebener Zeit unter www.noerrkult.de zu finden. |
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SUMMER'S
END OPEN AIR mit |
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Mittlerweile zur festen Größe in der Region hat sich das SUMMER’S END OPEN AIR des JUZ Live Club in Andernach entwickelt. So hatte Organisator Dieter Schwagerus für dieses Jahr GODMODE, SINCERE, SUBWAY TO SALLY und J.B.O. eingeladen. Und 1.250 Zuschauer haben sich dieses Open-Air-Festival an diesem wunderbaren Sommerabend nicht entgehen lassen. Als Vertreter der regionalen Rockszene machten GODMODE den Anfang am frühen Abend. Deren musikalische Stilrichtung hat ihre Wurzeln in eingängigem Modern Rock. Doch dabei finden sich auch Grunge- und Alternative-Einflüsse genauso wieder wie Elemente aus Metal und Pop. Das ‚Killerboyquartett’, wie sich SINCERE selbst gerne sehen, setzte das Programm fort. Sie präsentierten sich wie gewohnt hart, brillant und betörend, wobei die Punkeinflüsse aus früheren Tagen noch ansatzweise zum Vorschein kamen. Die Musik von SINCERE ist in erster Linie energiegeladen; sie zeigt aber auch eine provokante Attitüde und melancholische Tiefe.
Eine Fotoserie von SUBWAY TO SALLY gibt's hier. |
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ROCK
AUF DER HEIDE 2003 mit |
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Es müssen nicht immer unbedingt die großen Festivals mit 20.000 oder sogar über 70.000 Besuchern sein, die für den Fan guter Rockmusik zum Höhepunkt des Jahres werden können. Dies bewies am 12.07.03 Bastian Debus, und organisierte‚ mal so nebenbei’ den ersten ROCK AUF DER HEIDE. Auf der Bengener Heide, hoch über den Weinbergen des beschaulichen Ahrtalstädtchens Bad Neuenahr, direkt auf dem Gelände des Sportflugzeugplatzes, trafen sich ALEV, SINCERE, REINVENTED, DIE HAPPY sowie FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE und BLIND und heizten ca. 1.300 Besuchern an einem schönen Sommertag ordentlich ein.
Alles in allem ein erstklassiges Festival – klein aber fein. Es hätte sicher mehr Zuschauer verdient, doch aller Anfang ist schwer. Wenn das Line-Up auch m nächsten Jahr stimmt, sieht das sicherlich anders aus. Schön wäre es dann, wenn auch Campingmöglichkeiten angeboten würden und somit das Festivalfeeling perfekt wäre. Der/Die ein oder andere hätte dann sicherlich auch eine weitere Anreise für dieses Event auf sich genommen. Die jeweiligen Fotoserien findet Ihr unter: ALEV, SINCERE, REINVENTED, DIE HAPPY, FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE, BLIND |
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