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| 17.12.05 |
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| 06.12.05 |
| 03.12.05 |
| 19.11.05 |
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| 08.10.05 | - Köln, Prime Club |
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In Backnang (das ist
übrigens ein Kaff in der Nähe von Stuttgart) stehen am heutigen
Samstagabend SILVER, eine junge Band aus dem schönen Skandinavien, auf der
zugegebenermaßen recht kleinen Bühne des Jugendhauses der Stadt. Das
Jugendhaus scheint normalerweise nicht gerade ein Venue für ausländische
Bands zu sein. Die
Sleazerocker aus Norwegen haben bisher 2 Alben veröffentlicht und sind noch
relativ jung. Ihr neustes Album zu dem sie auch diese Tour mit leider nur 2
Shows in Deutschland spielen trägt den Namen „White Diary“.
Die Show eröffnen die FLYING WINDMILLS aus Dresden, die sympathisch mit lockerem melodischen Skater-Pop-Punkrock die Crowd aufwärmen und ihren Job recht gut machen. Als SILVER schließlich die Bühne betreten, fühlt man sich sofort um einige Jährchen in die Vergangenheit zurückversetzt und nach einigen Liedern steht fest: Das hier sind die kleinen Brüder von Axl Rose und Michael Monroe, musikalisch sowohl als auch optisch. Der charismatische Sänger Blanco Summer erinnert mit seinen Posen an die Großen der 80er, er hält das Micro in den gefalteten Händen und verbiegt seinen Körper dazu beim Singen so, dass der inzwischen in die Jahre gekommene Mr. Rose vor Neid erblassen würde. Der gerade neu dazugestoßene Schlagzeuger erinnert stark an Tommy Lee und die starke äußerliche Ähnlichkeit des Gitarristen Bee Buzer mit Duff McKagan springt einem sofort ins Auge. Die Jungs geben schnellen rockig-rotzigen Sleaze zum Besten, aber auch einige sehr melodische eingängige Rocksongs. Beispielsweise die aktuelle Single „Angels Calling“, die ein richtiger Ohrwurm ist. Eine Zugabe gibt es leider nicht und so verlassen sie die Bühne nach etwa einer Stunde, um sich auf den Weg nach Österreich zu machen, wo sie am nächsten Tag einen Gig spielen. Danach geht es noch für einige Shows nach Italien und dann wieder heim nach Norwegen. Im nächsten Jahr werden sie aber wieder nach Deutschland kommen und das sollte man auf gar keinen Fall verpassen ! ! ! (by: Beatrice Mussgnug - 05.12.2004) |
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W.A.S.P. |
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W.A.S.P. - das ist die
Abkürzung für "White Anglo Saxon Protestants" und steht für die
besonders scheinheiligen U.S.-Amerikaner. Eine solche Scheinheiligkeit war
wohl auch das Umfeld in dem W.A.S.P.-Sänger Blackie Lawless zunächst
streng religiös aufgewachsen war, sich dann aber zum schockenden und
durchgeknallten Bandleader gemausert hatte. So waren W.A.S.P. am Anfang
ihrer Bandkarriere für ihre sehr berüchtigten live Shows bekannt, bei
denen sie Kunstblut aus Schädeln tranken, rohes Fleisch ins Pubilkum warfen
und sich ähnlich Makaberes mehr einfallen ließen. Die Amerikaner tourten
bereits mit Größen wie Black Sabbath, Slayer und KISS, um nur einige zu
nennen. Und sie nun in einem relativ kleinen Club auf einer relativ kleinen
Tour sehen zu können, konnte man sich einfach nicht entgehen lassen. So
warteten vor der ausverkauften Batschkapp in Frankfurt zumeist langhaarige
Gestalten aus allen möglichen Teilen Deutschlands geduldig auf den Einlass.
Dieser verzögerte sich allerdings um eine Dreiviertelstunde aufgrund eines
Staus in dem die W.A.S.P.-Tourbusse gestanden hatten.
Da sich der Soundcheck an diesem Abend entsprechend verzögert hatte und der Andrang am Eingang recht groß war, war es leider nicht allen Besuchern möglich, rechtzeitig zum Beginn der Show des deutschen Supportacts CHINCHILLA vor der Bühne zu stehen. Statt schon ein kühles Bierchen zu genießen, standen viele noch draußen im weniger angenehmen Nieselregen. Die sehr sympathische Metalband CHINCHILLA brachte das Publikum mit viel Spielfreude und Enthusiasmus in Stimmung. Die Schwaben spielten alte und einige neue Songs von ihrer aktuellen Platte "Take No Prisoners". Zum Abschluss gab's dann noch einen ziemlich gut gelungenen KISS-Cover und dann mussten sie auch schon die Bühne räumen. Nach einer ziemlich kurzen Umbaupause erklang zu gedimmtem Licht "The End" von den Doors. Obwohl die Fans vor Vorfreunde schon fast auf und ab hüpften, ließen sich Blackie Lawless und Co. noch ein kleines bisschen Zeit, bis sie schließlich unter lautem Jubel und sichtlich gut gelaunt die Stage betraten. Der hochgewachsene Blackie hatte die Show und die Fans von der ersten Minute an fest im Griff. Aber auch sonst waren die Bedingungen unter denen das Konzert stattfand super: der Sound war sehr gut, die Lightshow ziemlich klasse und die Stimmung kaum zu übertreffen. Mit "The Neon God Part 1- The Rise" war im April dieses Jahres der erste Teil des W.A.S.P.-Konzeptalbums erschienen. Die Tour hierzu verlief weniger glücklos; und so versuchte Blackie den verlorenen Boden mit "The Neon God Part 2 - The Demise" und der dazugehörigen Tour wieder gut zu machen. Doch die Amerikaner spielten wenig vom neuen Album, dagegen viele alte Songs wie beispielsweise "I wanna be somebody" und "Animal (fuck like a beast)". Sehr beeidruckend war Blackies Mikrofon; ein riesiges Skelett mit Armen und Beinen und natürlich einem riesigen Totenkopf, das beim Aufbau von mindestens 2 Roadies getragen werden musste. An dieses Monstrum hängte er sich mit und ohne Gitarre während und zwischen den Songs. Er schaukelte vor Richtung Publikum und wieder zurück, was die Leute fast immer zum Durchdrehen brachte. Mal kauerte er sich hinter dem riesigen Skelett zusammen, mal setzte er sich, noch mit der Gitarre auf dem Rücken ganz oben drauf. So auch gegen Ende des Sets, als die Lichter abgedunkelt wurden und der Club nur noch von Schwarzlicht beleuchtet wurde. Er schmierte sich fluoreszierende Farbe ins Gesicht und auf die Arme. Dieses Outfit ließ sein Gesicht wie einen Totenschädel wirken. Und so schwang Blackie hin und her während er mit eindringender Stimme singt. Nach einigen Zugaben und einer großartigen Show verzogen sich die 4 Jungs endgültig; aber sie ließen viele zufriedene Fans zurück. Es mag zwar sein, dass W.A.S.P. ihre allergrößten Zeiten schon ein bisschen hinter sich haben, dennoch sind sie noch immer ein absoluter Knaller und UNBEDINGT sehenswert! Line-Up:
Setlist:
(by: Beatrice Mussgnug - 02.12.2004) |
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Nach ihrer Tour als Support
von MONSTER MAGNET Anfang des Jahres und einigen Auftritten auf Festivals in
ganz Europa kamen GLUECIFER nun erneut auf ihrer europäischen Hallentour für
einige Konzerte nach Deutschland. Im Gepäck hatten die selbsternannten
"Kings of Rock" ihre Landsmänner von BONK und die schwedischen,
noch recht unbekannten CAPTAIN MURPHY.
Als "Kings of Rock" können sich Sänger Biff Malibu, die Gitarristen Captain Poon und Raldo Useless, sowie Bassist Stu Manx und Drummer Danny Young getrost bezeichnen, auch wenn es etwas prollig klingen mag. Denn die Erwartungen, die an das neue Album "Automatic Thrill" (Anfang des Jahres erschienen) gestellt wurden, wurden auf keinen Fall enttäuscht. Und das neue Album braucht sich auch nicht hinter "Basement Apes", das letzte Album aus dem Jahr 2002 zu dem sie im gleichen Jahr eine ausverkaufte Tour spielten, zu verstecken. Den Abend im Berliner SO 36 eröffneten CAPTAIN MURPHY mit ihren rockigen 70ties-lastigen Songs, die vom Publikum sehr positiv aufgenommen wurden. Die meisten Bandmitglieder sind noch recht jung, dafür hängen sie sich um so mehr rein; und die Energie, die sie versprühen überträgt sich auf das Publikum. Auffällig ist vor allem Gitarrist Victor, der unablässig einen auf "Poser" macht und am Schluss sogar von der Bühne springt und in der Crowd weiterspielt. Leider mussten die jungen Schweden schon nach ca. 30 Minuten die Bühne freigeben für die zweite Vorgruppe BONK. Die spielten etwas länger, rissen aber nicht gerade die Hütte ab. Dennoch füllte sich das SO 36 nun merklich schneller und als BONK am Ende ihres Sets angelangt waren, war es richtig voll. Nach einer weiteren Umbaupause betraten nun endlich die "Kings of Rock" die Bühne; gut gelaunt und spielfreudig wie gewohnt. Zusammen sind die 5 einfach unschlagbar und man sieht deutlich, wie viel es ihnen bedeutet, wenn die Leute wirklich abgehen. Und das war definitiv der Fall, trotz des tropischen Klimas im SO 36. Als Norweger kann man ja auch manchmal ein bisschen deutsch, wenn man in der Schule aufgepasst hat und das war bei den Jungs von GLUECIFER wohl der Fall; und so machte Sänger Biff Malibu seine recht humorvollen Ansagen teilweise auch auf deutsch. Bei GLUECIFER gibt es keinen ersten und zweiten Gitarristen, sondern zwei Gitarristen, die jeweils links und rechts außen an der Bühne stehen und die sich die Parts teilen. Von Schlagzeuger Danny Young sieht man meistens nur den strohblonden Haarschopf wenn er unablässig auf seine Drums eindrischt. Die Setlist ließ fast keine Wünsch offen und war eine sehr gute Mischung von alten und neuen Songs, es gab beispielsweise die Kracher "I got a war" und "Shotgun Seat", "Easy Living", die Single vom letzten Album, "Here come the pigs" oder "A call from the other side". Nach 3 Zugaben verließen die Norweger schließlich die Stage und man konnte mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Übrigens: wer GLUECIFER auf dieser Tour verpasst hat, kann sich trösten, denn sie werden für DIE TOTEN HOSEN als Support bei einigen Shows hierzulande dieses Jahr noch mal zu sehen sein. Setlist:
(by: Beatrice Mussgnug - 29.11.2004) |
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Sieben lange Jahre hatte sich die Münchner Prog-Kultcombo
SIEGES EVEN aus der musikalischen Öffentlichkeit zurückgezogen. Nach einem Auftritt im Frühjahr dieses Jahres auf dem Headway-Festival in den Niederlanden gab es endlich wieder die Möglichkeit Sieges Even livehaftig in Deutschland zu erleben. Entsprechend groß war die Vorfreude auf dieses Konzert im Frankfurter Nachtleben. Als die Band kurz nach 21 Uhr nach einen kurzem Intro die Bühne betrat, und mit einem etwa halbstündigen Einblick des Titeltracks des im Spätherbst erscheinenden Albums THE ART OF NAVIGATING BY THE STARS losrockte, war schon nach wenigen Takten klar, daß Sieges Even nichts verlernt haben. Das neue Material erinnert am ehesten an das hervorragende SENSE OF CHANGE Album und lässt auf kommende Großtaten schließen. Vor allem der neue und sympathische, aus Holland stammende Sänger Arno Menses, stimmlich am ehesten mit Jogi Kaiser zu vergleichen, sammelte von Beginn an durch seine agile Bühnenperformance und seine starke stimmliche Leistung viele Pluspunkte. Auch seine Mitstreiter an den Instrumenten überzeugten, besonders der Schlagzeuger Alex Holzwarth trommelte äußerst präzise, wie ein Schweizer Uhrwerk und bildete mit seinem Bass spielenden Bruder Oliver eine perfekte Rhythmuseinheit, über die Gitarrist Markus Steffen virtuos seine originellen Riffs und jazzige Soli legte. Das Hauptaugenmerk bei der restlichen Songauswahl wurde hauptsächlich auf das SENSE OF CHANGE Album gelegt, wobei auch 2 Songs des VAL'PARISO Demos zum Ein- satz kamen. Vom Debut wurde lediglich der Titeltrack LIVE CYCLE gespielt und STEPS wurde würdig mit dem 25-minütigen TANGERINE WINDOWS OF SOLACE vertreten. Die beiden letzten Alben, die ohne Gitarrist Markus Steffen eingespielt wurden, fanden keine Berücksichtigung. Nach 100 Minuten war zum ersten mal Schluss, allerdings kehrte die Band umgehend zurück, um die lautstark vom Publikum geforderten Zugaben THE WAKING HOURS und WHERE OUR SHADOWS SLEEP zum Besten zu geben. Nach 2 Stunden Progmetal vom Feinsten fiel nun endgültig der letzte Vorhang und es gab wohl kein Fan, der nicht zufrieden nach Hause ging. Bleibt nur noch zu hoffen, dass das Line-Up diesmal stabil bleibt, und wir in Zukunft weiter großartige Alben und solche hervorragenden Live-Gigs von SIEGES EVEN erwarten können. (by: Michael Kümmet - 02.11.04) Line-Up:
Setlist:
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RA'S
DAWN 11.09.04 - JUZ Live Club Andernach |
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Die Sommerpause im JUZ Live Club in Andernach war kaum vorbei, da gab’s dort auch schon wieder das erste Hallenkonzert. War man vom JUZ sonst eher härtere Klänge gewohnt, sollte es heute mal wieder etwas melodischer zugehen - aber nicht unspektakulärer. Progressive Rock bzw. Metal stand auf dem Programm. Und hierzu hatte Dieter Schwagerus, Organisator und Chef des Hauses, THRESHOLD eingeladen; als Special Guest hatten die Jungs aus Großbritannien DEAD SOUL TRIBE mit dabei. RA’S DAWN aus Koblenz eröffneten als Local Support den Abend und komplettierten die Bandauswahl in bester Weise. Als ich im JUZ kurz nach halb Acht ankam, war der Soundcheck noch im Gange und die Halle noch verschlossen. Aber man konnte sich ja im Vorraum an der Theke schon mal auf den Abend vorbereiten - und wer seinen Flüssigkeitshaushalt hier auf den oberen Pegel brachte, war gut beraten. Denn im Laufe des Konzertabends sollte es wieder schön heiß und schweißtreibend im JUZ werden.
Nach gut
20 Minuten Umbaupause ging’s weiter im Programm. DEAD SOUL TRIBE
betraten die Bühne. Und von dieser Show war ich dann mehr als positiv überrascht.
Dead Soul Tribe überzeugte auch die (Noch-)Nicht-Fans mit innovativen und
kreativen Songs.
Nach dem eindrucksvollen Auftritt ließ es sich Devon nicht nehmen, jedem Bandkollegen einen dicken Kuss auf den Mund zu geben. Und sichtlich zufrieden bedankte sich die Band mit einem kurzen Shaking Hands bei den Fans in den ersten Reihen. Auch in der zweiten Umbaupause flohen die meisten Leute schnell nach draußen an die frische Luft um sich etwas abzukühlen.
Letztlich hätte mir DEAD SOUL TRIBE als Headliner aber besser gefallen; und sie wären - trotz Protest der vielen THRESHOLD-Fans - meiner Meinung nach auch würdiger gewesen, diese Position einzunehmen. Zumindest an diesem Abend. Das Konzert war zu RA’S DAWN schon erfreulich gut besucht. Im Laufe des Abends konnte der Veranstalter insgesamt dann noch noch knapp 300 Besucher begrüßen. Schade, dass eine Bühnendeko an diesem Abend gänzlich fehlte. Selbst auf ein Banner, um das Rolltor im Hintergrund etwas zu verdecken, verzichteten alle drei Bands. Auch lichttechnisch hätte ich mir etwas mehr Einfallsreichtum und Abwechslung gewünscht. Und warum war es eigentlich diesmal so verdammt heiß in der Halle??? Die einzelnen Fotoserien der drei Bands findet ihr hier: RA'S DAWN - DEAD SOUL TRIBE - THRESHOLD |
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„Punch and Judy“ – das war das Lied, das damals Anfang der 80er Jahre mein Interesse auf Marillion lenkte. Mit dem Weggang des ehemaligen Sängers Fish erlosch aber dann mein Interesse an der Band. Denn für mich war es damals einzig seine Stimme die den Charakter und die Authentizität von Marillion ausgemacht hatte. Doch war ich heute nach ca. 17 Jahren neugierig, wie die Band, ihre Musik und insbesondere der Nachfolger am Mikrofon, Steve Hogarth, nach so vielen Jahren nun rüberkamen. Und insgeheim hoffte ich, einige Klassiker aus der guten alten Fish-Ära hören zu können. Etwas ungewöhnlich war der Anlass zu dem Marillion in Köln dieses Konzert spielten. Das ‚Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt’ hatte die Band anlässlich ihres Tages der offenen Tür eingeladen und brachten dadurch zum Ende des Tages die Besucher und Marillion-Fans in den Genuss eines kostenlosen Konzertes. Da das Ganze also für lau war, kamen auch sicher etwas mehr Besucher, als unter ‚normalen’ Umständen. So 3.000 dürften es dann auch sein (das Durchschnittsalter lag wohl so um die 30-35), die an diesem frühen Abend auf der Landebahn des Militärflughafens vor der Bühne stehen und auf das Erscheinen der Band warten. Und während die Leute so erwartungsfroh dort ausharren und in Köln langsam die Sonne untergeht, schwebt um 19:15 Uhr ein Helicopter ein, dreht eine Runde über die Menge und landet am Ende das Flugfeldes. Auf der Bühnen-Leinwand, wo das Geschehen von einigen Video-Kameras eingefangen wird, erkennt man Steve Hogarth, Frontmann und Sänger von Marillion, der aus dem Helicopter steigt. Während in der Zwischenzeit seine musikalischen Mitstreiter, Mark Kelly (Keyboard), Ian Mosley (Drums), Steve Rothery (Gitarre) und Pete Trewavas (Bass), die Bühne betreten und mit „Between you and me“ das Konzert schon mal beginnen, lässt sich Steve Hogarth mit einem bereitgestellten Wagen zum Bühnenaufgang fahren. Ein spektakulärer und interessanter Konzertbeginn.
Auch die hinteren
Publikumsreihen bekommen dank der Videoleinwand im Bühnenhintergrund die
Einzelheiten mit. Zwischenzeitlich unterstützt der Sänger seinen Kollegen
Steve Rothery mit einer zweiten Gitarre, nimmt sich die Handrasseln und
setzt Eine Fotoserie vom Konzert findet Ihr hier. |
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Nach fast 2-jähriger Pause kam im Frühjahr dieses Jahres das Album „Stockholm Syndrome“ der BACKYARD BABIES heraus; kurz nach dem Erscheinen ging’s auch schon wieder auf Tour für die vier in Stockholm lebenden Jungs. Erst wurde ausgiebig im schönen Schweden getourt, dann im restlichen Europa. Die erste Single „Minus Celsius“, die es genau wie das Album im Heimatland der Band tatsächlich bis auf Platz eins der Charts geschafft hat, konnte man auch hier des öfteren auf diversen Musiksendern sehen. Das nur 2 Wochen im voraus angekündigte Konzert in Stuttgart war eigentlich der freie Tag der Tour, auf der die BACKYARD BABIES gerade Velvet Revolver supporten. „Anstatt im Bus rumzusitzen und uns zu langweilen spielen wir lieber Shows an den Off-days“ erklärt der blonde, inzwischen wieder langhaarige Sänger Nicke Borg, auf dessen Hals das Zigarette rauchende Skelett des Social Distortion Logos tätowiert ist. Zwar schien die Röhre nicht so voll zu sein wie sonst, hatte man doch noch etwas mehr Platz zum Nebenmann oder eher der Nebenfrau. Hatte das Publikum doch einen sehr hohen Frauenanteil, der Stimmung tat das keinen Abbruch, denn von der ersten Minute in der die Band die Bühne betrat wurde ihre Rückkehr nach Deutschland von den Fans gefeiert und bejubelt. Mit dem Song „Everybody ready“ war ein passender Opener gewählt und die Jungs legten los. War es mal etwas ruhiger wurde Gitarrist Dregen Svensson nicht müde das Publikum zu animieren. Die vier bilden ein unschlagbares Quartett; Schlagzeuger Peder Carlsson der im Hintergrund unablässig und mit nacktem Oberkörper auf seine Drums eindrischt, Johan Blomquist, der cool seinen Bass spielt mit einer Kippe im Mund und in den Pausen zwischen den Lieder Jack Daniels trinkt, Leadgitarrist Dregen, der Augenmake-up trägt und dessen Frisur immer perfekt gestylt ist, und natürlich Nicke Borg der Sänger und Gitarrist, dessen Stimme doch manchmal sehr an Mike Ness von – wie soll es auch anders sein – Social Distortion erinnnert. Besonders bei den Songs des ersten in Deutschland veröffentlichten Album „Total 13“ weitete sich der Pogokreis fast bis ganz an die Seite aus. Als Besonderheit gab es in Stuttgart den Song „Friends“ vom aktuellen Album, den die Band mit befreundeten Musikern wie beispielsweise Joey Ramone, Michael Monroe, Danko Jones und Nina Persson aufgenommen hat. Neben Nicke und Gitarrist Dregen sangen J. J. Joy von der süddeutschen Vorguppe The Starfuckers und Galactica, Gitarristin der zur Zeit nicht existierenden Heroines aus Stuttgart. Die BACKYARD BABIES haben noch viel vor in der nächsten Zeit, zuerst ging's dann als Support für Velvet Revolver erst mal weiter auf Tour in die USA, wo ihr Album auch in Kürze erscheinen wird, auf das dann ihre eigene Tour in den USA folgt. (by: Beatrice Mussgnug - 17.09.2004) |
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Nachdem das erste Konzert der ehemaligen Guns´n Roses Mitglieder Slash, Duff McKagan und Matt Sorum, sowie des weniger bekannten Suicidal Tendencies Gitarristen Dave Kushner und Sänger Scott Weiland, ehemals bei den Stone Temple Pilots am Micro, bei ihrer ersten gemeinsamen Tour in diesem Jahr in New York innerhalb von 5 Minuten ausverkauft war, wartete man auch hierzulande gespannt auf VELVET REVOLVER, die einige Shows in Europa spielten. Vor der schon Wochen vorher ausverkauften Georg-Elser-Halle in München konnte man auf dem Schwarzmarkt noch Tickets erstehen; vorrausgesetzt, man war bereit, was springen zu lassen. Denn wer es versäumt hatte, sich für dieses Ereignis ein Tickets zu besorgen, musste gut und gerne fast das Doppelte blechen. Der Abend begann mit der Supportband Backyard Babies. Die Schweden um Frontmann Nicke Borg, die selbst bekennende Guns´n Roses Fans sind, gaben Songs vom aktuellen Album „Stockholm Syndrome“ und ihren beiden zuvor in Deutschland veröffentlichten Alben zum Besten. Unter den Begeisterungstürmen des Publikums kamen schließlich VELVET REVOLVER auf die Bühne und legten gleich ordentlich los mit ihrem Opener „Sucker Train Blues“ vom Debütalbum „Contraband“. Bei dem im Juni erschienenen Album handeln die Lyrics auffällig oft von Drogen, was aber auch nicht sehr verwundert, wenn man die Biografie der einzelnen Bandmitglieder, vor allem von Weiland, betrachtet. Die Songs von VELVET REVOLVER sind bis auf wenige Ausnahmen - wie „Fall to pieces“ - sehr rockig und schnell, allerdings sind es natürlich nicht Guns´n Roses. Weilands Stimme ist melodischer als die von Rose (um den naheliegenden Vergleich auch hier anzubringen) und was die Show auf der Bühne betrifft, steht er ihm um nichts nach. Sie rockten mit Songs wie „Big Machine“, „Set me free“, “Do it for the kids“ und der ersten Single “Slither”. Natürlich durften zwei Cover von den Stone Temple Pilots nicht fehlen, sowie zwei von Guns´n Roses: „It´s so easy“ und „I used to love her“. Und, sind wir mal ehrlich, wenn Slash, McKagan und Sorum diese Songs mit Unterstützung von Weiland und Kushner spielen, dann fühlt sich das irgendwie „richtiger“ an, als wenn ein maskierter Riese, der einen KFC-Pappbecher auf dem Kopf trägt und sich sinnigerweise Buckethead (aus Axl Roses neuer G´nR-Formation) nennt „Sweet Child of mine“ spielt, selbst wenn Rose dazu singt. Mit VELVET REVOLVER sind Guns´n Roses natürlich nicht zurückgekehrt, was aber auch keine realistische Erwartung gewesen wäre, dafür aber ist die Rockwelt um eine großartige Band reicher geworden.(by: Beatrice Mussgnug - 17.09.2004) |
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Wie
jedes Jahr gegen Ende August fielen auch dieses Jahr wieder größtenteils
schwarzgekleidete Gestalten in dem kleinen, sehr ländlichen Abtsgmünd (ca.
30 km von Aalen) ein, um beim Summer Breeze-Festival die insgesamt 50 Bands,
hauptsächlich aus dem Metal Bereich, zu sehen. Das Summerbreeze hat 2 Bühnen,
die MAIN- und die PAIN-STAGE, die relativ nahe beieinander stehen, weshalb
immer abwechselnd auf einer gespielt und auf der anderen auf-/abgebaut wird.
So kann es nicht zu Überschneidungen kommen und man kann theoretisch
wirklich jede Bands sehen. Die
allgemeine Stimmung beim Summerbreeze war wirklich super, sowohl die
Festivalbesucher als auch die Securitys auf dem Festivalgelände und auf dem
Campingplatz waren sehr friedlich und es gab kaum unangenehme Zwischenfälle
oder irgendwelchen Stress. Das Wetter allerdings ließ leider an den drei
Tagen oft zu wünschen übrig; plötzliche Regengüsse oder länger
andauernder Nieselregen wechselten sich ab mit strahlendem Sonnenschein. Da die
Jungs von Crematory nach ihrer im Jahr 2001 angekündigten Auflösung
es sich doch anderes überlegt hatten und dann statt dessen ein Jahr später
mit einem neuen Album im Gepäck zurückkamen, wurden sie von ihren Fans
ungeduldig erwartet. Crematorys Musik könnte man beschreiben als
Gothic-Todes-Metall mit EBM Einflüssen. Sie spielten einige alte Songs wie
„Tears of time“, die bei den Zuschauern wahre Begeisterungsstürme
hervorriefen, sowie Songs vom neuen Album „Revolution“
wie die Single „Greed“. Zum Abschied gab's dann auch noch als
Zugabe einen Cover des Sisters of Mercy Klassikers „Temple of Love“, der
sich auch auf dem Crematory Album „Awake“ wiederfindet. Nachdem Crematory die Mainstage verlassen hatten, erschienen auch schon die „Spielleute“ der Mittelalterrockband Saltatio Mortis (lat.=Totentanz) auf der Painstage. Die Jungs mit ihren Dudelsäcken spielten gutgelaunt eine gute Mischung alter Songs und einige vom aktuellen Album „Das Erwachen“. Auch ein Feuerwerk und Feuersäulen fehlte bei der Show nicht; schade allerdings dass es noch nicht dunkel war und es so nicht richtig zur Geltung kommen konnte. Die Band wurde nicht müde, das Publikum zwischen den Songs zu “Schweinskram“-rufen aufzufordern und zeigten sich allgemein als sehr humorvoll. Am frühen
Abend betraten die schwedischen Death Metaller von Hypocrisy
die Main Stage. Peter Tägtgren und seine Jungs, die seit 1992 ein
Album nach dem anderen released haben und Tour um Tour spielten, legten wie
zu erwarten war, eine sehr gute Show hin. Die Stimmung war sehr gut, genauso
der Sound, Hypocrisy waren mit Sicherheit einer der Höhepunkte des Summer
breeze Festivals. Auch die äußeren Umstände meinten es gut mit der Band;
bei den Klängen von “Fire in the sky“ riss der Himmel auf und man
konnte die Sonne blutrot untergehen sehen. Die vorletzten am Freitag Abend waren die Suizid-Metaller von Sentenced. Fast pünktlich in dem Moment in dem die Jungs auf die Bühne kamen, begann es zu nieseln und hörte auch fast erst am Ende der Show wieder auf. Die Finnen spielten eine mitreißende Show, deren Mittelpunkt unbestritten der charismatische Sänger Ville Laihiala war, der mit seiner rauen, gefühlvollen Stimme die Fans in seinen Bann zieht, wenn er über Selbstmord singt. Im Winter werden Sentenced im Studio ihr neues Album aufnehmen, von dem man auf dem Summerbreeze schon einige Songs hören konnte und die einiges verheißen. Als Opener für die Show wurde „The Suicider” gewählt, es folgte eine gute Mischung aus Songs aus fast allen der 7 bisherigen Alben. Die
Happy - Die Ulmer Jungs und ihre Sängerin Marta Jandova
passten nicht so recht zum restlichen Line-up des Festivals (obwohl
es nicht der erste Auftritt der
deutschen Rockband auf dem Summerbreeze war) und man merkte doch recht
deutlich, dass das viele der Festivalbesucher genauso sahen. Die Happy
rockten aber trotzdem gut, mit einem blumenverzierten Mikrofonständer und
ihrer charismatischen Frontfrau, die recht witzige Sprüche von sich ließ
und die das „Ausziehen! Ausziehen!“- Gegröle gekonnt ignorierte. Man
merkt dieser Band ihre jahrelange Erfahrung wirklich an.
Six
feet Under - Was einst nur als Nebenprojekt des damaligen
Cannibal Corpse Sängers Chris Barnes angefangen hat, ist inzwischen eine
bekannte Größe geworden und war einer der Headliner des Festivals. Die
vier Amerikaner, die seit 1995 bereits 5-Studioalben veröffentlicht haben,
wurden vom Publikum heiß erwartet und gebührend empfangen. Zum Ende einer
großartigen Show gab es als Zugabe den AC/DC Song TNT. Mit
Ensiferum betrat eine weitere Band aus Finnland am Samstag Abend
die Pain Stage, vor der sich schon, wie man den Eindruck hatte, so gut wie
alle der sich auf dem Festivalgelände befindenden Personen versammelt
hatten. Die Band mit ihrem neuen Sänger Petri Lindroos (davor Sänger bei
Norther) spielte eine überragende Show. Kaum eine Band schaffte es, das
Publikum so mitzureißen wie Ensiferum mit ihrem melodischen Death Metal. Wer das Festival bis zum Samstag Abend überlebt hatte, ließ es sich natürlich nicht nehmen, auch bei Danzig die natürlich auf der Mainstage spielten, im Nieselregen zu stehen. Sobald die Band, deren einzige Show in Deutschland auf dem Summerbeeze war, auf der Bühne stand, waren bei vielen der Regen und die Kälte vergessen. Sänger und Danzig- sowie Misfits-Gründer Glen Danzig, Gitarrist Tommy Victor, der mit seiner kabellosen Gitarre unermüdlich vom einen Bühnenrand zum anderen wanderte und das etwas erschöpft wirkende Publikum zu animieren versuchte, Jerry Montano am Bass und Drummer Bevan lieferten eine gute Show ab. Das ein bis zwei mal die Technik nicht mitspielte und Glen Danzig für einige Minuten wieder hinter der Bühne verschwand, war wohl nicht die Schuld der Band. Sie spielten Songs wie „Her black wings“, „Dirty Black Summer“ und natürlich der Klassiker „Mother“. Die allerletzte Band auf dem Summerbreeze Samstag Nacht waren Finntroll, eine Band, die in den letzten Jahren eine sehr schwere Zeit durchmachen musste; erst wurde beim Sänger Krebs diagnostiziert, dann starb der Gitarrist im Alter von nur 26 Jahren. Beim Summerbreeze erwiesen sie sich als würdiger Abschluss des Festivals. Schon während Danzig auf der Mainstage spielten, warteten auffällig viele Leute vor der Painstage auf die Finnen und irgendwie konnte man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass Finntroll sogar besser besucht war, als der Headliner. Sehr Schade war, dass die Jungs nachdem ihre Spielzeit um war, mitten im Lied abgewürgt wurden. (by: Beatrice Mussgnug - 09/2004) |
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----------- unitedpixel ist auf Mother Tongue erstmals 2003 aufmerksam geworden. Sie spielten damals auf dem Lott-Festival im Hunsrück und präsentierten sich sowohl musikalisch als auch personell als außergewöhnliche Band. Der Kontakt zur MOTHER TONGUE war durch die aufgeschlossene und kommunikative Art der Bandmitglieder, allen voran von Gitarrist Bryan Tulao, hergestellt und hatte nun schon über ein Jahr (mehr oder weniger sporadisch) Bestand. Und so hatten wir auf der zweiten Europatour in diesem Jahr, vor dem Konzert in Marburg, die Ehre mit der Band ein Gespräch führen zu dürfen. Als wir an diesem Freitagabend im KFZ, dem örtlichen Konzertclub mitten in der idyllischen Universitätsstadt, ankamen, war die Band gerade dabei den Soundcheck vorzubereiten. Die Vier machten einen entspannten Eindruck und wir wurden von allen sehr freundlich begrüßt. |