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HURRICANE 10.-12.06.05 in Scheeßel |
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War das ein Wochenende! Etwas Regen, etwas Sonne, viele Wolken, viel Wind und viel Kalt! Ich dachte es wäre Sommer ... Wir sind Donnerstags gegen 24.00 Uhr in Scheeßel gelandet und mussten erst mal mit einem Bier anstoßen - was an dem Wochenende auch mehrfach der Fall war! Noch schnell die Bänder und Müllsäcke holen und sich dann auf den Freitag freuen.
Freitag, 10.06.05 Nach einer kurzen Nacht und einem gemütlichem Frühstück hieß es erst einmal Zeit totschlagen, denn die erste Band des Festivals spielte erst um 16.30 Uhr. Also machte man schon mal einen Rundgang über die verschiedenen Gelände um sich umzusehen - vielleicht trifft man ja auch jemanden den man kennt! Dann wurde noch ein bisschen der Ball gekickt, man kam in Kontakt mit den „Nachbarn“ und es wurde schon mal das 1. Bier getrunken. Und dann war es soweit, ab zur „Blue Stage“, denn dort wartete schon der Opener KEN (die Band um Blackmail-Sänger Aydo). Was sofort auffällt sind Aydos lustigen Ansagen, die auch dieses mal ankommen - was bei einigen Konzert, die ich gesehen habe nicht immer der Fall war! „Hallo wir sind Ramstein, denn das Beste spielt zu erst!“ Und Hut ab, denn Ken waren klasse. Habe mich geärgert, dass ich dem Auftritt in Koblenz nicht beiwohnen konnte - Mist. Die DRESDEN DOLLS habe ich leider verpasst, dafür habe ich mir dann aber auf der „Green Stage“ BOYSETFIRE angesehen. Der Sound war nicht ganz so gut, aber das tat der Spielfreude der Band keinen Abbruch. Auch wurden einige neue Stücke vom kommenden Album (welche in die selbe Richtung gehen, wie der Vorgänger) den Zuschauern um die Ohren gehauen. Danach spielten TURBONEGRO vor einer riesigen Anhängerschaft. Da die Band aber nicht unbedingt meinen Geschmack trifft, habe ich mir eine Auszeit gegönnt und den Auftritt über die Leinwand verfolgt. KETTCAR habe ich dann leider verpasst, aber ich musste ja zur „Green Stage“ die ich als Hauptbühne bezeichnen würde und auf der die meisten 'härtern Bands' gespielt haben. So auch NINE INCH NAILS. Für mich die beste Band auf dem Hurricane 2005. Perfektes Zusammenspiel, unglaubliche Songauswahl, wie z.B. „You know what you are?“ und „The hand that feed“ vom neuen Album „with teeth“. Stücke wie „Starfuckers inc.“ und „March of the pigs“ wurden gespielt. Daneben kamen aber auch ruhigere Nummern wie „Something i can´t never have“ und natürlich „Hurt“ zum Zuge. Ich hatte sogar so viel Spaß das ich mein heiß geliebtes 'Typ O Negative'-Shirt verloren habe - Mist! Die letzte Band auf der „Grünen Bühnen“ war RAMMSTEIN. Ihre Show war unglaublich fett und durch die vielen Pyro-Effekte konnte der Band auch nicht kalt werden. Während RAMMSTEIN spielten gönnte ich mir ein gemütlich Bier und schaute mir die Show an. Auf OASIS habe ich dann auch verzichtet, bloß nicht zu spät ins Bett, denn morgen wird weiter gerockt.
Samstag, 11.06.05 Der Samstag startete schon um 12.00 Uhr und ich habe es leider verpasst. Aber eines meiner Highlights spielten ja auch erst um 13.00 Uhr und ich stand pünktlich vor der Grünen Bühne. Einer meiner englischen Favourits spielten und ich wurde nicht enttäuscht. AMPLIFIER hatten mal wieder einen fetten Sound und eine gute Songauswahl. Viel Spaß auf und vor der Bühne machten den viel zu kurzen Auftritt zu einem Highlight. Auch schafften es AMPLIFIER das Publikum zu begeistern, so dass sich zum Ende ihres Auftritts einige Leute mehr zum Takt der Band bewegten. Kein Wunder, wurde doch der heimliche Hit Ihres Debüt Albums „Neon“ als letztes Stück gebracht Als nächstes spielten FLOGGING MOLLY ihren Punkfolkrock und es wurde fleissig getanzt. Gute Liveband, bringen viel Spaß vor die Bühne. Danach kam der Wahnsinn in Form von FANTOMAS. Unglaublich was diese Band macht. Eingängigkeit schreibt man anders. Nur schade, dass Dave Lombardo (Slayer) nicht mit von der Partie war. Aber es reichte aus um einige Anwesende kopfschüttelnd abwandern zu lassen. Tja nicht überall wo Mike Patton draufsteht ist auch Faith no more drin. Danach musste ich eine kleine Ruhepause einlegen und schaffte es leider nicht pünktlich zu BEATSTEAKS. Die Band hat nicht umsonst einen so guten Rufe als Liveband und das was ich sehen und hören durfte, hatte dies bestätigt. Immer wieder eine Coverversion am Start, in diesem Falle war es „Sabotage“ von den Beastie Boys und natürlich ihre eigenen Hits. Das Publikum tanzt, spring und singt mit. Sehr Gut gemacht BEATSTEAKS! Kurzer Wechsel zur „Blue Stage“ denn hier spielen TEAM SLEEP - Sideproject von Chino Moreno (Deftones). Elektronischer als seins Hauptband sollte es sein. Trotzdem sehr druckvoll und interessant und am Ende war doch mehr Gitarre drin, als angenommen. Natürlich erinnerten die Stücke teilweise an Deftones, aber dann eher an die ruhigen Passagen. Richtig gut, muss ich mal in Ruhe anhören. Bühnenwechsel und ab zu AUDIOSLAVE, die Band die sich aus Rage Against The Machine und Soundgarden zusammensetzt. Und siehe da, wie angekündigt wurden auch Stücke von den 'alten Bands' gespielt. Bei Soundgraden wäre dies „Black hole sun“ und nicht wie ich gehofft hatte, "Jesus Christ Pose" gewesen. Als letzter Titel wurde dann noch „Killing in the name of' von RATM gespielt und halb Scheeßel hüpfte - wow. Aber ich weiß nicht ob sich AUDIOSLAVE damit einen Gefallen getan haben, denn ihre eigenen Songs konnten mich nicht richtig überzeugen. Schade eigentlich, denn die Stimme von Chris Cornell mochte ich schon immer. Danach folgten SYSTEM OF A DOWN; und was für ein Einstieg - direkt der neue Hit „BYOB“ am Anfang ins Gesicht geknallt. Sehr gut! Brachial, aber sauber, laut und gut; das sind die Dinge die mir im Kopf geblieben sind. Leider gingen mir gegen Ende des Auftritts die Lichter aus. Das lag bestimmt am Bier - glaube ich. Also konnte ich mir die „Urväter“ der Alternativen Musik, DINOSAUR JR. auch nicht mehr ansehen.
Sonntag, 12.06.05 Trotz der peinlichen Panne am Tag zuvor, habe ich es irgendwie geschafft, den Auftritt von MADSEN beizuwohnen. Die Band bezeichnete sich selbst als „Bande von Gaunern“ denn so kamen sie sich bei Ihrem Auftritt vor, den sie sich angeblich nicht verdient hätten - Stimmt gar nicht. Und als letztes Stück gab es dann noch „Die Perfektion“ ein Ohrwurm. Es folgten die EAGLES OF DEATH METAL. Ursprünglich ein Projekt von Josh Homme (QOTSA). Cooler Rock´n´Roll, mit einem „Zuhälter“ (O-Ton aus dem Publikum) als Gitarrist und Sänger. Laut Aussage wäre es sein 2. Open Air Auftritt, so Jesse Hughes („Zuhälter“). Auf jeden Fall war er total begeistert von den „Ladies“ wo von auch er eine in seiner Band, als Ersatz für Josh Homme, dabei hatte. Die Schlagzeugerin poste, spielte und überzeugte auch optisch - zu mindestens aus der Entfernung. Cool. Schneller Bühnenwechsel. SARAH BETTENS (K´s choice) spielte; und ich stehe mal wieder da, mit offenem Mund und feuchten Augen. Denn diese Frau hat eine ganz besondere Ausstrahlung. Ruhig fing es an und es folgten Stücke von Ihrem Album „Scream“ Auch hat Frau Bettens Stücke von K´s choice gespielt, wunderte mich zwar, aber eigentlich doch klar. Natürlich wurde der Hit „Not an Addict“ vorgetragen, des Weiteren folgten noch „Belive“ und „Busy“ Und auch klar war, das zu diesem Auftritt die Sonne zum Vorschein kam! MADRUGADA hatten dann leider nicht so viel Glück. Obwohl der Regen besser zu Ihrem Sound passte, hatte es die Band nicht verdient. Zwischenzeitlich wurde noch mal ein Bühnenwechsel vollzogen. Hier ging es aber weniger um die Musik, sondern eher um den gemeinsamen Treffpunkt Becks Stand vorne rechts. Gruß an Antje. Die Gruppen die nun folgten brachten Stimmung und gut Laune. LA VELA PUERCA und SKA-P hatte ich vorher noch nie gehört, aber beide Bands ließen das Tanzbein schwingen. Nicht bei mir, aber bei vielen anderen Anwesenden. Auch Ihre Show war etwas fürs Auge. Macht Laune. 3 DOORS DOWN dagegen bemühten sich, wirkten aber Langweilig. Hauptsächlich ihr Sänger konnte mich nicht überzeugen. Für mich ruhte sich die Band auf Ihren Hits auf. QUEEN OF THE STONE AGE betraten die „Grüne Bühne“ und präsentierten einen Querschnitt ihrer 4 Alben. Rockten gut ab und der Funke sprang aufs Publikum über. Fast logisch, denn die Band um Josh Homme hat ja auch einige Hits im Gepäck. Es folgte wieder ein kurzer Fußmarsch zur „Blauen Bühne“ wo sich die „Älteren Herren“ von NEW ORDER die Ehre gaben. Tja was soll ich sagen, ich war mehr als positiv überrascht. Das hätte ich nicht gedacht. Natürlich konnte die Band aus Ihrem großen Fundus schöpfen und spielten Hits wie „True Faith“, „Crystal“, „Blue Monday“. Überraschenderweise wurden auch Stücke von Joy Division im Set mit eingebaut, wo natürlich „Love will tear us apart“ nicht fehlen durfte - das war groß. Es folgte ein letzter Bühnenwechsel und damit die letzte Band des Festivals - DIE ÄRZTE. Für mich das „erste mal“ und ich fand es lustig, amüsant und unterhaltsam. Eine Reise in die Vergangenheit, Hits von früher, Hits von gestern und Hits von heute. Einige Stimmen sprachen von Enttäuschung, ich fand es gut. Fazit: Wie immer eine buntes Programm, gerne wieder. Vielleicht sollte beim nächsten Mal wieder mehr Elektronik dabei sein; das hat mir dieses mal gefehlt! Und natürlich muss man noch mal ein Wort mit dem Wettergott reden, so geht das nun nicht, für Sommer war es viel zu kalt. (by:
Sven Meeß - 22.06.05) |
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