Review

EPICA, KOTIPELTO, KAMELOT
am 01.04.05 in Andernach, JUZ Live Club

Bereits zum 2. Mal spielten EPICA im JUZ Live Club. Und da dies bereits über 15 Monate zurückliegt, hatte die niederländische Formation um Frontfrau, Sängerin und Augenschmaus Simone Simons auch neues Songmaterial vom neuen Album „Consign to Oblivion“ mitgebracht.

Die ungekrönte Queen im Propeller-Bangen eröffnete den Abend nach einem eingespielten Intro allerdings zunächst mit zwei bewährten Songs des 2003er Albums „The Phantom Agony“. Weiter ging es dann mit einem kurzen Abstecher zurück in die 2002er EP „Cry for the Moon“. Bevor allerdings mit „The last Crusade“ und „Quietus“ leider nur zwei Songs vom neuen Album gespielt wurden, stimmten die Gothic Metaller zur Überraschung - und auf keiner EPICA-CD zu finden - dann „Follow in the Cry“ an. Hierbei handelt es sich um einen Song, den Mark Jansen aus seiner AFTER FOREVER-Zeit mitgebracht hat.

Wie wohl bei den meisten Gothic Metal-Bands üblich und eigentlich unvermeidbar wurde auch bei diesem Liveauftritt immer wieder Chorpassagen und Sounds vom Band eingespielt.

Die neue CD erscheint übrigens am 21.04.05.

Setlist EPICA:

  • Adyta (The Phantom Agony)

  • Sensorium (The Phantom Agony)

  • Illusive Consensus (Cry for the Moon – 2002)

  • Follow in the cry

  • The last crusade (Consign of Oblivion)

  • Cry for the moon (The Phantom Agony)

  • Quietus (Consign of Oblivion)

  • Façade of reality (The Phantom Agony)

-> zur Fotoserie vom EPICA-Auftritt

Als zweite Band betraten KOTIPELTO, das Soloprojekt von STRATOVARIUS-Sänger und Namensgeber Tim Kotipelto, die Bühne. Die fünf Musiker legten gleich mit viel Power los und warfen sich standesgemäß in Pose. Der charismatische Finne mit der überragenden Stimme überzeugte gleich von Anfang an. Doch auch die Mitstreiter auf der Bühne brillierten jeweils in ihren Soloparts. Zur Freude vieler Fans gab es neben den eigenen KOTIPELTO-Songs mit „Hunting high and low“ und „Black Diamond“ zum Ende des Auftrittes auch noch zwei STRATOVARIUS-Häppchen, welche ebenfalls dankend vom Publikum angenommen wurden.

Setlist KOTIPELTO:

  • Seeds of Sörrow

  • Lord of Eternity

  • Coldness

  • Evenings Fall

  • Waiting Dawn

  • Can you sound?

  • Take me away

  • Hunting high and low

  • Reasons

  • Black Diamond

-> zur Fotoserie vom KOTIPELTO-Auftritt

Nach KAMELOTS opulenten Werk und kürzlich erschienen Album „The Black Halo“ konnte man gespannt sein, wie dies live musikalisch umgesetzt würde. Mit dem Intro von „Center of the Univers“ starteten KAMELOT ihren Auftritt auf Headliner des Abend. Kenner des KAMELOT-Albums „Epica“ (nicht zu verwechseln mit der Band EPICA – diese hat sich nur des Album-Titels bedient) fühlten sich gleich „wie zuhause“. Auch war damit auch gleich klargestellt, dass man, obwohl es Unterstützung von einem Keyboard gab, ohne eine solche soundtechnische Beimischung vom Band den Gig nicht in der Opulenz des Albumsounds würde spielen können. Doch ließ es die Band sich nicht nehmen, auf live-haftige Unterstützung bei den weibliche Backgroundvocals zurückzugreifen. Aber der bezaubernde Anblick der unbekannten Sängerin, die einmal ganz in weiß gekleidet sich hinter Roy Kahn (Gesang) versteckt, ein anderes Mal bei „Arabian Nights“ mit orientalisch angehauchten Gewand und leicht verschleiert auf die Bühne kam, dauerte aber jeweils nur sehr kurz. Wer gerade mal wegschaute, hatte sie auch schon verpasst. Etwas mehr Zeit nahm sich da Simon Simons (EPICA), die ebenfalls bei „The Haunting“ wieder auf die Bühne kam, um mit Roy Kahn im Duett zu singen. Hier stimmte zeitweise auch der obligatorische Publikums-Chor erstmals lautstark ein.

Das spätere Drum-Solo wollte jedoch nicht so recht in das Gesamtkonzept passen und wirkte irgendwie überflüssig. Harmonischer war da schon das Solo des Keyboarders. Dieser bot einen Abstecher in die Klassikabteilung; zum Thema des Abends war dies wiederum gut gewählt.

Zum Ende des Gigs kam Roy nach einer kurzen Pause mit langem, schwarzen Mantel auf die Bühne zurück und verstärkte in diesem Outfit bei „March of Mephistos“ die theatralische Wirkung des Songs. Abermals erhielt er am Mikrofon Unterstützung. Diesmal war es Mark Jansen (der EPICA-Gitarrist), der die bösen Grunts zum Besten gab.

„Karma“, der zweitletzte Song des Abends, war wieder ein sehr ruhiges Lied, und dürfte für europäische Ohren aber relativ unbekannt sein. Denn dieses Stück ist der japanischen Album-Version vorbehalten und auf dem europäischen Album leider nicht enthalten.

etlist:

  • Center of the Universe

  • Uther

  • Edge of Paradise

  • Soul Society

  • Nights of Arabia

  • Wander

  • The Haunting

  • Forever

  • Selenzioso

  • Black Halo

  • Don’t you cry

  • Lights go down
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  • March of Mephisto

  • Karma

  • Farewell

-> zur Fotoserie vom KAMELOT-Auftritt

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