|
Bereits zum 2. Mal
spielten EPICA im JUZ Live Club. Und da dies bereits über 15 Monate zurückliegt,
hatte die niederländische Formation um Frontfrau, Sängerin und
Augenschmaus Simone Simons auch neues Songmaterial vom neuen Album „Consign
to Oblivion“ mitgebracht.
Die
ungekrönte Queen im Propeller-Bangen eröffnete den Abend nach einem
eingespielten Intro allerdings zunächst mit zwei bewährten Songs des
2003er Albums „The Phantom Agony“.
Weiter ging es dann mit einem kurzen Abstecher zurück in die 2002er EP „Cry
for the Moon“. Bevor allerdings mit „The
last Crusade“ und „Quietus“
leider nur zwei Songs vom neuen Album gespielt wurden, stimmten die Gothic
Metaller zur Überraschung - und auf keiner EPICA-CD zu finden - dann „Follow
in the Cry“ an. Hierbei handelt es sich um einen Song, den Mark Jansen
aus seiner AFTER FOREVER-Zeit mitgebracht hat.
Wie wohl bei den meisten
Gothic Metal-Bands üblich und eigentlich unvermeidbar wurde auch bei diesem
Liveauftritt immer wieder Chorpassagen und Sounds vom Band eingespielt.
Die neue CD erscheint übrigens
am 21.04.05.
Setlist
EPICA:
-
Adyta
(The Phantom Agony)
-
Sensorium
(The Phantom Agony)
-
Illusive
Consensus (Cry for the Moon – 2002)
-
Follow
in the cry
-
The
last crusade (Consign of Oblivion)
-
Cry
for the moon (The Phantom Agony)
-
Quietus
(Consign of Oblivion)
-
Façade
of reality (The Phantom Agony)
->
zur Fotoserie vom EPICA-Auftritt
Als
zweite Band betraten KOTIPELTO, das Soloprojekt von STRATOVARIUS-Sänger und
Namensgeber Tim Kotipelto, die Bühne. Die fünf Musiker legten gleich mit
viel Power los und warfen sich standesgemäß in Pose. Der charismatische
Finne mit der überragenden Stimme überzeugte gleich von Anfang an. Doch
auch die Mitstreiter auf der Bühne brillierten jeweils in ihren Soloparts.
Zur Freude vieler Fans gab es neben den eigenen KOTIPELTO-Songs mit „Hunting
high and low“ und „Black
Diamond“ zum Ende des Auftrittes auch noch zwei STRATOVARIUS-Häppchen,
welche ebenfalls dankend vom Publikum angenommen wurden.
Setlist
KOTIPELTO:
-
Seeds
of Sörrow
-
Lord
of Eternity
-
Coldness
-
Evenings
Fall
-
Waiting
Dawn
-
Can
you sound?
-
Take
me away
-
Hunting
high and low
-
Reasons
-
Black
Diamond
->
zur Fotoserie vom KOTIPELTO-Auftritt
Nach
KAMELOTS opulenten Werk und kürzlich erschienen Album „The
Black Halo“ konnte man gespannt sein, wie dies live musikalisch
umgesetzt würde. Mit dem Intro von „Center
of the Univers“ starteten KAMELOT ihren Auftritt auf Headliner des
Abend. Kenner des KAMELOT-Albums „Epica“ (nicht zu verwechseln mit der Band EPICA – diese hat
sich nur des Album-Titels bedient) fühlten sich gleich „wie zuhause“.
Auch war damit auch gleich klargestellt, dass man, obwohl es Unterstützung
von einem Keyboard gab, ohne eine solche soundtechnische Beimischung vom
Band den Gig nicht in der Opulenz des Albumsounds würde spielen können.
Doch ließ es die Band sich nicht nehmen, auf live-haftige Unterstützung
bei den weibliche Backgroundvocals
zurückzugreifen. Aber der bezaubernde Anblick der unbekannten Sängerin,
die einmal ganz in weiß gekleidet sich hinter Roy Kahn (Gesang) versteckt,
ein anderes Mal bei „Arabian Nights“
mit orientalisch angehauchten Gewand und leicht verschleiert auf die Bühne
kam, dauerte aber jeweils nur sehr kurz. Wer gerade mal wegschaute, hatte
sie auch schon verpasst. Etwas mehr Zeit nahm sich da Simon Simons (EPICA), die ebenfalls bei „The Haunting“ wieder auf die Bühne kam, um mit Roy Kahn im
Duett zu singen. Hier stimmte zeitweise auch der obligatorische
Publikums-Chor erstmals lautstark ein.
Das
spätere Drum-Solo wollte jedoch nicht so recht in das Gesamtkonzept passen
und wirkte irgendwie überflüssig. Harmonischer war da schon das Solo des
Keyboarders. Dieser bot einen Abstecher in die Klassikabteilung; zum Thema
des Abends war dies wiederum gut gewählt.
Zum Ende des Gigs kam Roy
nach einer kurzen Pause mit langem, schwarzen Mantel auf die Bühne zurück
und verstärkte in diesem Outfit bei „March
of Mephistos“ die theatralische Wirkung des Songs. Abermals erhielt er
am Mikrofon Unterstützung. Diesmal war es Mark Jansen (der EPICA-Gitarrist),
der die bösen Grunts zum Besten gab.
„Karma“,
der zweitletzte Song des Abends, war wieder ein sehr ruhiges Lied, und dürfte
für europäische Ohren aber relativ unbekannt sein. Denn dieses Stück ist
der japanischen Album-Version vorbehalten und auf dem europäischen Album
leider nicht enthalten.
etlist:
->
zur Fotoserie vom KAMELOT-Auftritt
|