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ENCHANT |
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Die
britischen Neoproger JADIS sollten im Frühjahr dieses Jahres mit ENCHANT
auf Tour gehen. Es stellte sich jedoch nicht als Aprilscherz heraus, dass
JADIS leider diese Tour absagten mussten. Im Colos-Saal in Aschaffenburg hat
man die deutsche Newcomer-Band ALIAS EYE als Support-Act gewinnen können.
Die 1998 gegründete, noch relativ junge Band um Sänger Philip Griffiths,
der stimmlich stark an Damian Wilson zu THRESHOLD-Zeiten erinnerte, machte
ihre Sache ausgezeichnet. Mit komplexen Songstrukturen und einem Mix aus
verschiedenen Genres gingen die Jungs mal rockiger, dann wieder poppiger,
mal jazzig, mal funkig ans Werk. Untermalt wurde das Ganze von Matthias
Richter's Gitarrensoli, die oft spektakulär getappt ausgeführt wurden.
Durch den Aufbau von ENCHANT musste die Band eng auf der Bühne
zusammenrücken, hatte aber trotzdem sehr viel Spaß an ihrem Gig. Leider
wurde die Zeit knapp und der Set musste um 2 Stücke gekürzt werden. Schade
eigentlich, denn der sympathischen Band wurde vom Publikum sehr applaudiert
und konnte mit Sicherheit einige neue Fans dazugewinnnen. Nach einer kurzen Umbauphase war es endlich soweit. Die amerikanische Band ENCHANT legte mit "Sinking Sand" dem ersten Song von ihrem letzten Studio-Album "Tug Of War" los. Die Stimmung vor und auf der Bühne war klasse. Sänger Ted Leonard, der immer wieder auch die 2. Gitarre spielte, hatte sofort das Publikum auf seiner Seite. Seine Kollegen an den Instrumenten machten ihre Sache grandios. Hauptsongwriter Doug Ott glänzte an der Leadgitarre. Bill Jenkins, der erst seit dem letzten Longplayer bei ENCHANT tätig ist, brillierte an den Tasten. Ed Platt, furios slappend und tappend am Bass, und Sean Flanegan, wie ein Schweizer Uhrwerk an den Drums sorgten für das rhythmisch progressive Grundgerüst. Weiter ging's mit "The Thirst" vom Erstlingswerk "A Blueprint Of The World", von welchem an diesem Abend mit Abstand die meisten Stücke gespielt wurden. Für Fans der ersten Stunde musste dieses Konzert wohl phänomenal gewesen sein, denn es wurden bei der Songauswahl die beiden ersten Alben weitgehendst am stärksten berücksichtigt. Nach guten 2 Stunden verließ die Band, die bis zu diesem Zeitpunkt weder einen "Break"- oder einen "Time Lost"- Song gespielt hatte, die Bühne, um kurze Zeit später als Zugabe ein Medley zu präsentieren, das sich gewaschen hatte. Zum Ende spielte man, wie sollte es auch anders sein, mit "Oasis" noch einen "Blueprint"-Song, zu welchem Ted Leonard dann die Bühne verließ und sich zu den Fans begab. (by: Michael Kümmet - 12.04.05) Setlist ENCHANT:
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