Review

DEAD CAN DANCE
am 26.03.05 in Köln, Philharmonie

Welche Überraschung! Die beiden DEAD CAN DANCE-Köpfe, Lisa Gerrard und Brendan Perry, welche sich vor ca. 5 Jahren getrennt haben, gehen wieder gemeinsam auf Tour. 13 Konzerte innerhalb Europas, davon 3 in Deutschland, welche in kürzester Zeit ausverkauft waren. Auch wenn die Band keine neue CD im Gepäck hat, die letzte Tour 7 Jahre her und Ihre letzte CD „spiritchaser“ von 1996 ist, haben DEAD CAN DANCE kein Stück an Interesse verloren.

Das Publikum ist bunt gemischt oder besser schwarz und bunt, denn auch hier ist der Einfluss auf die Gothic Szene immer noch gewaltig. Als die Band die Bühne betritt, bricht ein stürmischer Jubel aus. Manche springen vor Begeisterung auf und begrüßen die wieder auferstandene Band.

Beginnend mit einem Stück von Ihrer letzten gemeinsamen Aufnahme, zwischendurch hatten die beiden Hauptakteure durch Solo Alben, in Fall von Lisa Gerrard, u. a. auch am Soundtrack von Gladiator, von sich hören lassen, wird man durch die Welt von DEAD CAN DANCE getragen. Tragende, ruhige Stücke, die hauptsächlich durch den Gesang von Lisa Gerrard leben, wechseln sich mit rhythmischen, durch Percussion vorgetragenen Stücken ab. Insgesamt bevölkern neben den beiden Hauptakteuren, noch 5 weitere Musiker die Bühne. Zeitweise werden die Instrumente gewechselt. Mal Schlagzeug, mal Djembe, mal Bass, mal Gitarre und viele weiter exotische Instrumente, runden das musikalische Bild ab. Einziges Manko: Einige der außergewöhnlichen Klänge werden durch Elektronik erzeugt.

Ein Teil des Programms besteht aus „Towards the within“, der Live CD von 1994. Unter anderem werden Stücke wie „Severance“ und „How fortunate the man with none“ zelebriert. Eine unglaubliche Achterbahnfahrt der Gefühle, mal mit Gänsehaut, mal mit dem Rhythmus mitgehend. Jedes Stück wird frenetisch gefeiert und dazwischen, kurz vor Beginn jedes Liedes, könnte man eine Stecknadel fallen hören.

Nach über 2 Stunden, einer 2. Zugabe und einem Lächeln von Lisa Gerrard, bleibt nun zu hoffen übrig, dass sich DEAD CAN DANCE nicht mehr so lange Zeit nehmen und uns bald mit einer neuen CD erfreuen.

(by: Sven Meeß - 11.04.05)

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