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APOCALYPTICAist zurück! Die drei Cello-Rocker und Absolventen der Sibelius Akademie in
Helsinki haben nach „Reflections“ endlich ihr neues Album „Apocalyptica“
am Start, und schnurstracks eine Tour gebucht. Erster Deutschlandtermin:
Hamburg, 1. April. Das Ganze entpuppte sich zum Glück nicht als ein
Aprilscherz, sondern als eine glänzende Show! Hunderte Fans strömten die
berühmt berüchtigte Reeperbahn hinunter, um ihre Helden live in der Großen
Freiheit zu erleben.
Die
Fans mussten sich gar nicht so lange gedulden wie abgemacht. Anstatt der
Vorband ANGELZOOM, die offenbar ausgefallen war, betraten
APOCALYPTICA als erster Act die Bühne. Sofort erwachte der Club zum Leben. Es hagelte
Beifallstürme, die ihren Höhepunkt erreichten, als die Band ihren Opener
„Path“ anstimmte.
Ein Schlagzeuger war selbstverständlich auch mit von der Partie, eine Person
wurde allerdings vermisst: Perttu, das jüngste Bandmitglied. Seinen Platz
nahm Ex-Mitglied Antero Manninen ein, der normalerweise sowieso als vierter
Cellist die Shows mitspielt. Egal, ob mit drei oder vier Celli, die Jungs
hauten rein! Nach „Path“ folgten die Metallica-Klassiker „Master Of
Puppets“ und „For Whom The Bell Tolls“. Hatte die Band diese Tracks ja
bekanntlich ohne Percussion aufgenommen, so klangen sie nun mit Unterstützung
des Drummers härter und grooviger als je zuvor. Dann endlich, präsentierte
das Quartett einige Titel des aktuellen Albums. Auf die schaurig schöne
Ballade „Bittersweet“ folgten die knallharten Metalnummern „Fisheye“
und „Betrayal“. Der Abend sollte für das Publikum aber noch eine Überraschung
bereithalten…
Kurz
vor Ende des Konzerts spielte Bandboss Eicca Toppinen plötzlich einen
wohlbekannten Riff. Ein verblüffendes Raunen ging zunächst durch den Club,
ehe das Publikum begriff. Es handelte sich um den Metallica-Klassiker „Seek
And Destroy“. Damit hatte wohl keiner der Zuschauer gerechnet! Jetzt
kochte die Stimmung in der Großen Freiheit noch mal so richtig über. Während
sich die Band auf der Bühne total verausgabte, sangen die Fans lauthals
mit. Anschließend meinte Toppinen, er hätte jetzt wirklich Durst und könne
ein paar Bier gebrauchen, sie würden demnach nur noch eine Zugabe spielen.
Bei dieser handelte es sich wie so oft um „Hall Of The Mountain King“.
Die drei Cellisten ließen sich anschließend samt ihrem Schlagzeuger noch
minutenlang auf der Bühne feiern, während „Ruska“ aus den Boxen
schallte. Allzu lange müssen die Fans aber hierzulande auf eine Rückkehr
der Finnen nach ihrer Tour nicht warten, denn sie haben bereits für „Rock
Am Ring“ zugesagt. Dies ist auch ein Beweis dafür, dass APOCALYPTICA
mittlerweile ein fester Bestandteil der musikalischen Landschaft geworden
sind. Rock On!
(by: Timo
Kinzel - 05.04.05)
Hinweis: Die
Fotos sind vom Konzert in Wiesbaden am 05.04.05. Hier war Perttu wieder mit
dabei. Weitere Fotos findet ihr hier.
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